Ein lauter Knall mit aufsteigendem Rauch hat am frühen Samstagmorgen Anwohner des Firmengeländes der Stahl Gerlafingen im solothurnischen Gerlafingen aufgeschreckt. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand, obwohl riesige Schlackensteine durch die Luft geschleudert wurden.

Vereinzelt gingen aber von Anwohnern Schadenmeldungen ein, wie die Solothurner Kantonspolizei mitteilte.

Die Alarmzentrale der Kantonspolizei wurde kurz vor 4.15 Uhr über den Vorfall orientiert. Gemäss ersten Erkenntnissen wurden der laute Knall und der Rauch durch die Vermischung von rund 600 Grad heisser Schlacke mit Wasser ausgelöst.

Durch die Gewalt der verursachten Verpuffung seien mehrere Schlackensteine bis in die angrenzenden Wohnquartiere der Gemeinden Gerlafingen und Biberist geschleudert worden und hätten dort Schäden verursacht.

Die Steine erreichten teilweise die Grösse eines Medizinballs. Ein glühender Brocken durchschlug das Dach eines Autos und versengte im Wageninneren einen Sitz.

Grundwasser drückte nach oben

Vermutet werde, dass der hohe Grundwasserspiegel Ursache für den Zwischenfall war, wie Linda Krenn, die Medienverantwortliche der Stahl Gerlafingen AG auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Das Wasser sei von unten her in die Schlackengrube eingedrungen und habe so die Verpuffung ausgelöst.

Der grösste Teil der Materials, das durch die Luft flog, sei wieder auf dem Fabrikareal niedergegangen, sagte Linda Krenn weiter. Dennoch habe die Wucht der Explosion dazu geführt, dass ein vor kurzem installiertes Schutznetz beschädigt wurde.

Dies hatte zur Folge, dass einige Schlackensteine auf benachbarte Privatgrundstücke niedergingen. Verantwortliche von Stahl Gerlafingen seien vor Ort, um mit den Betroffenen zu sprechen.