Letzten Sonntag war Patricia Fink aus Biezwil mit ihren beiden Kindern an der Aare in Altreu, um die Enten zu füttern. Als die Sonne langsam unterging und es immer kühler wurde, war die Zeit gekommen, wieder nach Hause zu gehen.

Da geschah das Unglück: Beim Ausschütteln der Picknickdecke glitt der Ehering von ihrer Hand und fiel in die Aare. «Der Schock war sehr gross», erinnert sich die 38-jährige Hausfrau zurück. «Wenn man etwas so wichtiges wie den Ehering verliert, nimmt man es sich schon zu Herzen.»

Zufälligerweise ist ihr Ehemann Iwan passionierter Taucher. So kam ihm die Idee, auf Schatzsuche zu gehen und nach dem Ring zu tauchen. Hoffnung auf Erfolg habe er aber kaum gehabt, wie der 39-jährige, der beim Bundesamt für Polizei arbeitet, selbst zugibt.

Eine Hürde stand der Schatzsuche aber im Weg: In Altreu herrscht striktes Tauchverbot. Doch Iwan Fink gelang es, bei der Kantonspolizei Solothurn eine Bewilligung einzuholen.

Sicherheit geht vor

Am darauffolgenden Tag konnte die Schatzsuche losgehen. Der 39-Jährige tauchte in die Tiefe. Die Sicherheit wurde dabei durch zwei Personen, die auf einem Boot an der Oberfläche warteten, gewährleistet.

«Die Aufgabe dieser zwei Personen hat darin bestanden, einerseit den Taucher zu sichern und andererseits den vorbeifahrenden Schiffen zu signalisieren, dass an diesem Ort getaucht wurde», erklärt Kapo-Mediensprecherin Thalia Schweizer.

Iwan Fink habe nur selbst tauchen dürfen, weil er alle dazu notwendingen Tauchscheine und die entsprechende Ausrüstung besitzte. Normalerweise würden Taucher von den Behörden zur Verfügung gestellt, so Schweizer.

Schlussendlich wurde der Schatz geborgen

Das 5,5 Grad kalte Wasser und die Strömung erschwerten die Suche in vier Metern Tiefe. Irgendwo auf dem Grund der Aare, zwischen Steinen, Algen, Sand und Muscheln, musste der Ring liegen.

Iwan Fink unternahm zwei Tauchgänge und fand keinen Ring. Beim dritten Tauchgang kam dann das Erfolgserlebnis. «Wie auf einem Präsentierteller lag der Ring auf einem grossen Stein, als warte er nur darauf wieder gefunden zu werden», erzählt Fink.

Der Ring ist nun wieder dort, wo er hingehört, an der Hand von Patricia Fink.

Der Ring ist nun wieder dort, wo er hingehört, an der Hand von Patricia Fink.