Buchegg
Sammlung der Stiftung Schloss Buchegg umfasst 1100 Objekte

In der mehr als 1100 Objekte zählenden Sammlung der Stiftung Schloss Buchegg befinden sich einige, für die Kulturgeschichte und für den Kanton wertvolle Gegenstände. Am Ostersonntag startet die Ausstellungssaison auf dem Schloss.

Urs Byland
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Die Illustration von Joe Rohrer versucht zu zeigen, wie das Schloss Buchegg und seine Umgebung ausgesehen haben könnten.

Die Illustration von Joe Rohrer versucht zu zeigen, wie das Schloss Buchegg und seine Umgebung ausgesehen haben könnten.

Zur Verfügung gestellt

Die Rekonstruktion der Burganlage aus dem 11./12. Jahrhundert und der Start der Arbeiten rund um die Aufnahmen des Sammelbestandes prägten das «Schlösslijahr» 2013. Nach den Angaben des Archäologen Jakob Obrecht erarbeitete der wissenschaftliche Illustrator Joe Rohrer einen Rekonstruktionsversuch der Kern- und Vorburg aus dem 11./12. Jahrhundert (wir berichteten).

Eine Illustration der Anlage (siehe Foto) ziert nun auch das Titelbild des Jahresberichts.

Die Erfassung des Sammelbestandes geht direkt auf den Zweck der 1938 gegründeten Stiftung Schloss Buchegg zurück. Dieser lautet: Errichtung eines Heimatmuseums und einer Sammlung.

Beurteilung der Sammlung

Im Herbst 2013 nun sichteten die beiden Stiftungsratsmitglieder Martin Schoch und Alexander Erdiakoff zusammen mit dem Museologen Peter Kaiser die Sammlung. Ziel war eine erste Bewertung. Demnach befinden sich in der mehr als 1100 Objekte zählenden Sammlung einige, für die Kulturgeschichte und für den Kanton wertvolle Gegenstände.

Dabei hebt Peter Kaiser etwa die kleine Gruppe archäologischer Bodenfunde aus dem Mittelalter hervor. Besondere Beachtung verdienten auch die Zeugnisse ehemaliger, heute nicht mehr ausgeübter Gewerbe.

Zwar sei in der Sammlung keine breite, für eine umfassende thematische Spezialausstellung genügende Geräteauswahl vorhanden, urteilt Kaiser. Doch sollten «die aussergewöhnlichen Gegenstände untersucht, mit Beständen anderer Museen verglichen und auf geeignete Weise aufbewahrt werden», rät der Historiker.

In Sachen Heimatmuseum winkt Stiftungspräsident Robert Flückiger ab. «Eher nicht. Wir wollen aber die Leute dafür sensibilisieren, historische Kulturgüter selber zu pflegen.»

Aktuelle Aufgaben der Stiftung

Hauptzweck der Stiftung bleibt nach wie vor der Unterhalt der Schlossanlage. 2012 wurden die oberflächlich sichtbaren Mauerzüge der Burgruine saniert. Die Arbeiten erledigten Lehrlinge der Mitgliederfirmen des Baumeisterverbandes des Kantons. In einem zweiten Teil wurde der Speicher ab- und wieder aufgebaut. «Das letzte Projekt ist die Toilettenanlage. Gleichzeitig finden die Abschlussarbeiten statt», berichtet Robert Flückiger.

Weiter engagiert sich die Stiftung beim Bucheggberger Archiv in Lüterswil. Die anfangs genannten 1100 Objekte sollen nach dem gleichen Prinzip inventarisiert werden und damit auch im Archiv zur Verfügung stehen. Weitere Aktivitäten der Stiftung sind die Rundwanderungen, der Kulturpreis und die Ausstellungen im Schloss.

Geschichts- und Kulturfreunde

Wichtiger Geldgeber der Stiftung Schloss Buchegg ist der 2011 gegründete Verein Geschichts- und Kulturfreunde Bucheggberg. Gemäss Beschluss der Vereinsversammlung konnte der Stiftung Schloss Buchegg aus den Spenden ein Betrag von 21 000 Franken übertragen werden. Der Verein Geschichts- und Kulturfreunde Bucheggberg hat 151 Gönner, 178 Ritter und Prinzessinnen und 30 Grafen und Gräfinnen. Der Status richtet sich nach dem geleisteten Mitgliederbeitrag.