Biberist

Rollstuhlfahrerin streitet mit Vermieter um elektrischen Türöffner

Erika Genillard hat Schmerzen, wenn sie die Tür zum Block so aufmachen muss.

Erika Genillard hat Schmerzen, wenn sie die Tür zum Block so aufmachen muss.

Die Biberisterin Erika Genillard sitzt im Rollstuhl. Die 60-Jährige wünscht sich seit längerem einen elektrischen Türöffner für die Haustür zum Block, in dem sie lebt. Diesen wollte die Vermieterin bisher aber nicht.

Erika Genillard lebt mit einer Kinderlähmung und sitzt seit 20 Jahren im Rollstuhl. Um in ihre Wohnung zu kommen, muss sie rückwärts an die Haustür heranfahren und unter Schmerzen die Tür aufschliessen. «Das ist immer sehr mühsam», sagt Genillard gegenüber «TeleM1». Die Bewegung gehe in die Schulter.

Dies alles wäre nicht der Fall, gäbe es einen elektrischen Türöffner. Dieser würde sogar von der Invalidenversicherung bezahlt werden. Die Verwalterin, die Marti & Marti AG, wollte den Umbau aber offenbar bis anhin nicht. «Die wollen mich wohl am liebsten los sein», meint die 60-Jährige. Die ganze Kommunikation sei mühsam.

Biberister Rollstuhlfahrerin streitet mit Vermieter um Umbau der Haustür

Rollstuhlfahrerin streitet mit Vermieter um Umbau

Laut Christoph Geiser, Präsident Hauseigentümerverband Region Solothurn, liege das Gesetz auf der Seite des Vermieters. «Der Vermieter kann dies tendenziell ablehnen, schlussendlich hat er das letzte Wort.» Dies sei aber sicherlich nicht im Sinne eines einvernehmlichen Mieter-, Vermieter- und Verwaltungs-Verhältnisses.

Schon einmal gekündigt

Das Verhältnis zur Verwalterin ist für Erika Genillard schon getrübt. Ihr wurde 2006 gekündigt, weil sie ihren Elektroantrieb im Treppenhaus parkierte. Die Schlichtungsstelle gab ihr schlussendlich Recht. Sie durfte bleiben.

Der Wunsch der 60-Jährigen nach einem Türöffner könnte schon bald in Erfüllung gehen. Die Verwalterin Marti & Marti AG will der Frau nun helfen. Man warte auf eine Offerte von Seiten der Mieterin. (ldu)

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