Gerlafingen

Riesenkraftakt doch noch geschafft: Schulhaus soll ausgebaut werden

Das Schulhaus Kirchacker dürfte schon bald ausgebaut werden.

Das Schulhaus Kirchacker dürfte schon bald ausgebaut werden.

Der Gerlafinger Gemeinderat stimmt der Lösung für die Schulraumnot letztlich doch noch zu. Das Bauprojekt «Rochade» soll zustande kommen. Weiter wurden die möglichen Folgen der NFA-Abstimmung vom nächsten Wochenende besprochen.

Die letzten Wochen der Tätigkeit in Gemeinderat, Bau-, Finanz- und Schulverwaltung waren gekennzeichnet durch zähes Ringen um das Bauprojekt «Rochade», das durch die Aufstockung des Schulhauses Kirchacker und den Wechsel der Oberstufe dorthin dem Schulwesen mehr Raum zur Verfügung stellen will. Nach der mit einer Enthaltung getroffenen Verabschiedung des Budgetentwurfs dankte die Schulleitung für diesen historischen Moment im Gemeinderat, der in einem Riesenkraftakt eine Lösung für ein bereits seit 25 Jahren bestehendes Raumproblem der Gerlafinger Schulen gefunden habe.

Weitere Gebäude verkaufen

Die kritischen «Haushälter» aus der Finanzkommission betonten allerdings nochmals ihre Bedenken. Wenn nämlich am kommenden Wochenende der neue kantonale Finanzausgleich (NFA), der Gerlafingen eine Besserstellung seiner Finanzlage schon im kommenden Jahr um 1,8 Mio. Franken ermöglicht, nicht angenommen werde, sei die Tragbarkeit der vorgesehenen Investitionen dauerhaft nicht gewährleistet. Neben dieser Feststellung im Fall eines Scheiterns der NFA-Abstimmung bekräftigte der Rat nochmals seine finanzpolitischen Ziele, die durch die 6,53 Mio. teure «Rochade» nicht aus den Augen verloren werden. Alle Bemühungen sollen zukünftig darauf gerichtet werden, ausgeglichene Rechnungsabschlüsse zu erzielen und den Steuersatz von jetzt 130 Prozent nicht zu überschreiten. Im Rat betonte Gemeindepräsident Peter Jordi, dass «... wir an der bereits festgelegten Verzichtsplanung festhalten». Die Verkaufserlöse nicht mehr benötigter Immobilien wie Hauswirtschaftsschulhaus, altes Feuerwehrmagazin samt Grundstücken sowie Spielplatz Längmattstrasse sollen zur Schuldentilgung verwendet werden.

Kredite unter der Lupe

Ein dicker «Brocken» ist die Vorinvestition für die Deckungslücke in der Pensionskasse, die Gerlafingen mit 2,31 Mio. Franken betrifft. Dazu kommt der Gerlafinger Anteil von 1,06 Mio. an die Sanierung der Kriegstettenstrasse mit Gesamtkosten von mehr als 3 Mio. Franken zugunsten von Langsamverkehrsmassnahmen, der Ersatz der Heizung fürs Schulgebäude Oberfeld (123 000 Franken) und die von «Rochade» unabhängigen Sanierungsmassnahmen im Kirchacker für 1,29 Mio. Franken. Bauverwalter Ewald Kaiser warb dafür, den in der Vordebatte gestrichenen Ausbau der Musikzimmer im Untergeschoss Kirchacker für 420 000 Franken «als Option» im Budget zu behalten. Er argumentierte, dass der spätere Einbau dieser Unterrichtsräume, weil dann losgelöst vom Bauprojekt «Rochade», um 30 Prozent teurer werde. Zum jetzigen Zeitpunkt würden dafür aber immerhin zusätzlich 45 000 Franken an kantonaler Subvention ausgeschüttet, auf die man nicht verzichten solle.

Da im Rat kein Rückkommensantrag erfolgte, passierte der Voranschlag mit einem Aufwand von 37,3 Mio. und einem Minus von 661 794 Franken. Wenn allerdings die Neugestaltung NFA angenommen wird, verzeichnet die Laufende Rechnung einen Überschuss von fast 100 000 Franken.

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