Deitingen
Riedwiese ist das Herzstück des Mürgelibrunnens

Der Natur- und Vogelschutzverein von Deitingen informierte über die Aufwertungsmassnahmen auf dem Gelände des Mürggelibrunnens zugunsten der Natur.

Niccolo von Siebenthal
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Thomas Bürki erläutert anhand von verschiedenen Grafiken, welche Massnahmen rund um die Riedwiese vorgesehen sin

Thomas Bürki erläutert anhand von verschiedenen Grafiken, welche Massnahmen rund um die Riedwiese vorgesehen sin

Niccolo von Siebenthal

Rund ein Dutzend Personen, darunter auch der Bürgergemeindepräsident von Deitingen, Urs Schläfli, wohnten der Informationsveranstaltung unter der Leitung von Thomas Bürki, dem Präsidenten des örtlichen Natur- und Vogelschutzvereins, bei, die auf dem Gelände des Mürggelibrunnens abgehalten wurde. Zunächst standen die Aufwertungsmassnahmen rund um die Riedförderung auf der Parzelle Nr. 358 im Mittelpunkt, von der die Riedwiese ein essenzieller Bestandteil ist.

Vielfältige Interessengebiete

Der Natur- und Vogelschutzverein Deitingen, der 1959 gegründet worden ist, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Artenvielfalt im Allgemeinen, sowie den Vogelschutz rund um das Naturschutzreservat Mürgelibrunnen zu fördern und die kantonalen Naturschutzgebiete zu pflegen. «Dabei werden jährlich bis zu 900 Frontstunden zu investiert», so Bürki, welcher als vierter Präsident des Vereins amtet. (nsl)

Diese sei nun kontinuierlich verlandet, was zur Folge habe, dass der Wasserspiegel gesunken sei, so Bürki. Im Jahr 2011 ist es dem Verein deswegen gestattet worden, Wasserstandsmessungen durchzuführen, worauf man feststellte, dass die Disparität zwischen den verschiedenen Wasserstellen erheblich war, weswegen das Weiterbestehen der Riedwiese gefährdet war. Dabei habe sich auch der vererdete Torf nach unten verschoben.

Erhaltung der Riedwiese als zentrales Ziel

In der Projektphase hatte man weiter vor, den Fuchslochkanal zu revitalisieren, was bedeutet, dass man ihn eingestallt hätte, sodass vonseiten des Baches ein Wasserdruck auf die Wiese möglich gewesen wäre. Der Verein sei darauf angefragt worden, im Pfaffenweiher Massnahmen vorzunehmen, es habe sich dann aber herausgestellt, dass die Umsetzung dieser nicht sinnvoll gewesen wäre. Darauf hätten Gespräche zwischen den Kantonen Bern und Solothurn stattgefunden, aus denen konkrete Ansätze hervorgingen, wie die Fläche in der Zone A wieder näher an eine Riedwiese herangeführt werden könnte. «Leider wird der Effekt auf die Riedwiese, den man mithilfe des Baches vorgesehen hatte, nicht stattfinden», erläuterte Bürki. Die eigentliche Idee des Projektes sei dabei, den Ausfluss via Drainage ein wenig zu verringern und einen Graben beim Waldeingang zu errichten, womit es möglich wäre, den Wasserstand auf eine Höhe zu befördern, welcher der Entwicklung der Riedwiese wieder entgegenkäme. Die Erhaltung der Riedwiese würde indes auch zur Artenförderung beitragen, beispielsweise der Förderung der Sumpf-Heidelibelle oder des Dunklen Moorbläulings.

Weiter werde schon bald beim Eingang des Waldes gerodet, da für die Komposthaufen ein zweiter Standort gesucht werden müsse. Der aktuelle Standort sei bekannt für die Ringelnattern-Population. Darüber hinaus sei es das Ziel des Vereins, den Waldweiher in Bälde zu sanieren, da man festgestellt habe, dass der Eichendamm nach und nach zerfällt und grosse Ausflussmengen den Bach runter befördert. Damit könne auch dem Rückgang des Edelkrebses entgegengewirkt werden.