Raubtierpark
René Strickler: «Es gibt namhafte Personen, die bereit sind zu investieren»

In Subingen muss René Strickler seinen Raubtierpark räumen. Abklärungen für einen neuen Standort laufen - auch Grenchen ist dabei. Die Uhrenstadt ist nur eine von vier Gemeinden, mit denen der 64-jährige Raubtierdompteur in Kontakt steht.

Oliver Menge
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René Strickler in der Manege.

René Strickler in der Manege.

Urs Byland

Grenchen ist nicht die einzige Gemeinde, mit der René Strickler in Kontakt steht, sondern eine von vier: «Sie verstehen, in dieser Situation versuchen wir mit allen Mitteln, eine Lösung zu finden und alle Möglichkeiten auszuschöpfen.» Auch in Subingen zu bleiben, fasst Strickler ins Auge, denn schliesslich habe er dort viel Geld investiert – rund 700 000 Franken – und etwa 100 Bäume gepflanzt. Dennoch würde der Raubtierpark in Grenchen für ihn durchaus Sinn machen: «Es wäre eine weitere Attraktion für Grenchen und die ganze Region. Ein unvergleichbares Familienausflugsziel, das der Stadt Grenchen viel bringen würde.»

Aber der Raubtierdompteur ist vorsichtig, insbesondere, was den Standort betrifft: «Es ist noch nichts festgelegt. Wir sind erst daran, mögliche Varianten zu prüfen, wo der Park hinkommen könnte. Ich will einfach nicht, dass das ganze Projekt schon abgeschossen wird, bevor es konkret wird, nur weil es heisst ‹das liegt ja in der Witischutzzone› ». Es gebe noch andere mögliche Standorte in Grenchen. Wichtig für ihn sei, dass Grenchen Interesse zeige. Er wolle aber keinesfalls «dreinschiessen», sondern die Sache mit grosser Umsicht angehen. «Es ist gut, dass sich der Stadtpräsident persönlich mit dem Thema befasst und ich bin dankbar, ist Grenchen auf mich zugekommen.»

Der Zeitdruck sei da, deshalb müsse man jetzt mit allen Beteiligten reden, denn schliesslich müsse man eine Lösung für die Tiere finden. Nicht auszudenken, was sonst geschehe.

Strickler rechnet mit einem Jahr Bauzeit, um die Parkstruktur so weit fertigzustellen, dass man die Tiere unterbringen kann. Alles Weitere werde nach und nach wachsen, so wie auch der Zoo Zürich ständig neue Sachen präsentiere.

«Andere Fragen, wie zum Beispiel die Nachfolge, haben wir inzwischen geregelt und gute Leute gefunden. Auch wenn René Strickler eines Tages nicht mehr so präsent ist, kann es mit dem Park weitergehen. Das Wichtigste für mich ist das Wohl der Tiere. Der neue Park wäre einzigartig und böte den Tieren grosszügigen Raum. Wir arbeiten mit Wissenschaftlern und Verhaltensforschern zusammen, um das Bestmögliche für die Tiere zu erreichen. Auch mit der Beschäftigung der Tiere wollen wir weiterfahren, denn die intelligenten Tiere brauchen Beschäftigung, das soll auch so bleiben.»

Angesprochen auf die potenziellen Investoren, sagt Strickler: «Es gibt tatsächlich namhafte Personen, die das Projekt gut finden und bereit sind zu investieren. Sie sind überzeugt vom Standort Grenchen, ideal im Mittelland gelegen, sozusagen am Nabel der Schweiz. Und sie glauben daran, dass hier eine enorme Wertschöpfung für Grenchen und die Region stattfinden kann und das Projekt für alle Beteiligten zur Win-win-Situation wird. Diese Investoren möchten aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genannt werden.

Es ist jetzt einfach wichtig, dass alle am selben Strick ziehen. Denn ich will nur das Beste für die Tiere.»