Herr René Strickler, Sie öffnen am Samstag Ihren Raubtierpark ...

René Strickler: ... wenn wir fertig werden. Ein Gehege ist noch nicht ganz fertiggestellt. Aber doch, wir öffnen am Samstag. Ich und mit mir viele Menschen freuen sich auf diesen Moment, wie ich aus mehreren Mails erfahren durfte.

Haben Sie weitere Schritte unternommen in Bezug auf den Auszugstermin Ende 2015?

Wir haben schon viele Schritte gemacht – seit der Kündigung vor fünf Jahren. Aktuell bin ich intensiv mit Gemeinden im Gespräch und mit Leuten, die sich einsetzen wollen.

Mit welchen Gemeinden?

Dazu kann ich nichts sagen, weil die Gemeinden verständlicherweise jetzt noch nicht aktiv kommunizieren wollen.

Mit welchen Leuten sind Sie in Kontakt?

Menschen, die über die Medien von der Problematik erfahren haben und sich einsetzen wollen.

Wie?

Einige Menschen engagieren sich schon lange für den Park und die Tiere. Andere wollen auch finanziell helfen und bei einer konkreten Sache mitmachen.  Aber noch ist keine Sache konkret.

Glauben Sie noch an ein gutes Ende?

Die Hoffnung ist gross. Sie muss gross sein, schliesslich geht es um Lebewesen. Ich muss alles, was machbar ist, ausloten, auch am Standort Subingen.

Wie meinen Sie das?

Falls wir genug finanzielle Mittel aufbieten könnten, dürfen wir mitbieten, so das Angebot von Theodor Kocher im Namen der Besitzerin des Geländes.

Müssen Sie nicht eher damit rechnen, die Tiere Ende 2015 einschläfern zu müssen?

Weshalb entwickeln Sie solche Szenarien? Wir haben noch eindreiviertel Jahre Zeit. Da ist es abwegig, jetzt schon solche Gedanken zu haben. In dieser Zeit kann man noch viel bewegen.

Was nährt Ihre Hoffnung auf ein gutes Ende?

Letztlich gibt es überall intelligente Menschen. Diese Lösung mit dem Einschläfern will niemand, und das würde auch europaweit einen Aufschrei geben. Ich bin zuversichtlich. Ich habe ganz gute Leute, die diesem Park mit Herzblut verbunden sind. Jetzt freuen wir uns zuerst auf den Saisonstart des Parks.

Wie haben Sie sich vorbereitet?

Wir waren den Winter über aktiv und haben die Tigeranlagen vergrössert und verschönert. Zudem wird alles neu bepflanzt. Wir geben richtig Gas und peilen einen neuen Saisonrekord an. Diesen schaffen wir, wenn wir über 50 000 Besucherinnen und Besucher begrüssen dürfen.