Grenchen

Reminiszenzen, Musik und Schlemmereien im Zwinglihaus

Dîner Culturel mit alt Regierungsrat Christian Wanner.

Dîner Culturel mit alt Regierungsrat Christian Wanner.

Alt Regierungsrat Christian Wanner referierte am Dîner Culturel im Zwinglihaus und kam mit seinen Ausführungen beim Publikum an.

Das Dîner Culturel der Evangelisch-Reformierten Kirchgemeinde Grenchen-Bettlach hat Tradition. Regelmässig wird eine Persönlichkeit eingeladen, die zu gesellschaftlichen Themen spricht, zu Kunst oder Politik. Heuer war Christian Wanner an der Reihe. Er sprach über seine Herkunft, seine Arbeit in der Politik und über seine gegenwärtigen Unternehmungen. Farbig, pointiert und mit gelungenem Humor berichtete er über sein Dorf, sein Messen, die Schulzeit, die Dorforiginale und die Stimmung damals, nach dem Krieg im Bucheggberg. Er trat in die Fussstapfen seines Vaters und wurde Meisterlandwirt. Familiäre Beziehungen führten ihn auch in die Romandie, wo er den Begriff «Ma foi, tant pis!» kennen und auch schätzen lernte. Wanners Erzählweise begeisterte und sorgte für eine gemütvolle Stimmung. Es durfte geschmunzelt und gelacht werden.

Unter der Leitung des Küchenchefs, Emilio Blüemli, verwöhnten Bernhard Sprenger, Monika Wyss, Sandra Marti und Ruedi Köhli die Besucher mit einem köstlichen Mehrgangmenü. Zur Unterhaltung trug der kreative Grenchner Pianist Andreas Svarc ein gutes Stück bei. Er spielte Musik mit Wiedererkennungseffekten, variierte, improvisierte gekonnt und erhielt zu Recht viel Applaus.

«Nicht nur rückwärtsgewandt, nicht überheblich und auch nicht euphorisch wolle er wirken», versprach Wanner und hielt sein Versprechen. Seine politische Arbeit hat er von der Pike auf gelernt. Wer im damaligen Messen nicht in einem Verein oder wenigstens in der Feuerwehr war, hatte im Dorf nichts zu bestellen. Wanner war in einem Verein, wurde Gemeinderat, Statthalter von Messen, Gemeindepräsident, Kantonsrat, Nationalrat und stellt seine Kenntnisse dem Solothurner Volk als Regierungsrat zur Verfügung. «Es war eine schwierige Zeit damals im Kanton», erinnerte er, da es doch galt, die Kantonsfinanzen zu sanieren.

Heute pflegt er seine Bienenvölker, bauert, liest die Zeitung nur noch, wenn er Lust hat, verbringt viel Zeit mit den Grosskindern und kommt so zu manchen neuen und spannenden Einsichten.

Ganz aus der Politik hat Wanner sich nicht zurückgezogen. Sein Wissen und seine Fähigkeiten stellt er verschiedenen Institutionen zur Verfügung. «Gebt der Jugend Perspektiven», appellierte er am Schluss und bekräftigte sein Credo für junge Menschen.

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