Hüniken

Regenwasser soll im Zuge der Renaturierung elegant in den Bach geleitet werden

Quer durch das Grundstück der «Moschti» wird der Dünnbach auf rund 80 Metern wieder offengelegt.

Quer durch das Grundstück der «Moschti» wird der Dünnbach auf rund 80 Metern wieder offengelegt.

Der Dünnbach wird im Siedlungsgebiet wieder freigelegt. Damit will man der Hochwasserproblematik im Bereich der Hauptstrasse entgegenwirken. Dem Projekt wurde mit der Ortsplanung im Grundsatz bereits zugestimmt.

Der Dünnbach fliesst von Süden nach Norden durch die Gemeinde Hüniken. Er entspringt im Wald oberhalb von Hüniken und ist auf einer Länge von rund 700 Meter eingedolt. Als Erstes soll der Dünnbach nun im Siedlungsgebiet renaturiert werden. Damit kann auch die Hochwasserproblematik im Bereich der Hauptstrasse eliminiert werden. Bei starken Regenfällen konnte die Ableitung das Wasser nicht mehr schlucken und es kam zu Überschwemmungen auf einem Nachbargrundstück.

Weil der Boden in der gesamten Gemeinde schlecht durchlässig ist und für eine Versickerung deshalb nicht geeignet, soll das Regenwasser der neuen Bauten im Weieracker in den Dünnbach geleitet werden. Darum wurde in der genehmigten Ortsplanung der Gemeinde Hüniken der nötige Raumbedarf für die Renaturierung des Baches bereits ausgewiesen.

Die ersten Vorarbeiten für die Renaturierung laufen zurzeit. Im Zuge der Bauarbeiten der Erschliessung Weieracker wird der Dünnbach auf einer Länge von zirka 72 Metern freigelegt. Unter der Hauptstrasse hindurch bleibt der Bach dann eingedolt, die Abflusskapazität wird aber mit einer neuen Leitung erhöht. In einer zweiten Etappe wird der Bach dann auf einer Länge von rund 80 Metern quer durch das Grundstück von Walter Gloor geführt.

Bachareal bleibt in Privatbesitz

Gloor ist mit der Renaturierung einverstanden. Das Bachareal bleibt nach der Renaturierung im Besitz der Familie. Die Linienführung wurde aus diesem Grund mit Gloors abgesprochen. Sie werden den Bach später auch pflegen. Auf dem Grundstück werden Kleintiere gehalten, die frei herumlaufen können.

Weil im Dünnbach nicht allzu viel Wasser fliesst, reicht eine Bachsohle von 50 Zentimetern aus. Insgesamt wird eine Breite von 11 Metern für den Bach freigehalten. Zusätzlich gibt es ein kleines Absetzbecken für Sedimente auf einer Länge von 17,5 Metern und mit einer Breite von rund zehn Metern. Die Bachufer werden teilweise mit naturnahen Pflanzen bepflanzt. Der Bach soll später Lebensraum für seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten bieten.

Das Projekt ist mit 165 000 Franken veranschlagt. Der Bund subventioniert das Projekt voraussichtlich mit 35 Prozent oder 57 750 Franken, der Kanton Solothurn stellt 45 Prozent oder 74 250 Franken in Aussicht.

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