Aetigkofen

Regelt der Plan für den Ischhof zu viel oder zu wenig?

Der bebaute Teil dieser Parzelle auf dem Gelände des Ischhofs soll mit dem Gestaltungsplan in die Kernzone umgezont werden.rm

Der bebaute Teil dieser Parzelle auf dem Gelände des Ischhofs soll mit dem Gestaltungsplan in die Kernzone umgezont werden.rm

Wenn es um den Ischhof geht, dann erhitzen sich die Gemüter ab und zu. Gestern Morgen ging es in Aetigkofen allerdings sachlich zu. Das Verwaltungsgericht hatte unter dem Vorsitz von Frank-Urs Müller zu einem Augenschein geladen.

Das Gericht muss entscheiden, ob die Genehmigung des Gestaltungsplanes für den Ischhof rechtens ist oder nicht (siehe Update).

Zwei Parteien hatten Beschwerde erhoben. Den beiden Parteien gehört Landwirtschaftsland, das westlich der «Glungge» und südwestlich der Mehrzweckhalle liegt. Kurz zusammengefasst bemängeln die Beschwerdeführer, dass in einem Dorf mit 180 Einwohnern kein Eventbetrieb mit 360 Sitzplätzen genehmigt werden dürfe.

Auch sei die ausgewiesene Parkplatzsituation nicht rechtens. Mit dem vorliegenden Gestaltungsplan würden allzu viele Fragen offen gelassen, die erst mit dem später nachfolgenden Baubewilligungsverfahren gelöst werden sollen. Zudem seien die Emissionen des Eventbetriebs durch Lärm und Verkehr zu gross.

«Nutzung wird klar definiert»

Andreas Oberli (Gemeinderat Ressort Bau) bekräftigte die Meinung der Gemeinde. Die Umzonung sei richtig. Mit dem Gestaltungsplan werde die Art der Nutzung der Gebäude, die zum Ischhof gehören, definiert. «Nicht aber der Umfang.» Der Lärm, der durch den Eventbetrieb verursacht werde, werde mit dem Baugesuch geregelt. Dieses folge aber erst, wenn die Umzonung durch sei.

Die Gemeinde habe aber bereits jetzt definiert, dass die Gebäude in der Empfindlichkeitsstufe II (ES II) liegen, was so viel heisst wie «keine störenden Betriebe». Der Kanton hatte ES III vorgeschlagen, damit wären «mässig störende Betriebe» zugelassen. Auch die Vertreterinnen des Kantons bekräftigten ihre Haltung – die Umzonung mache Sinn.

Urteil wird erwartet

Werner Isch, als Vertreter der Ischhof GmbH, fragte sich, ob die beiden Beschwerdeführer überhaupt legitimiert seien, Beschwerde zu führen. «Sie wohnen nicht in Aetigkofen und ihnen gehört Landwirtschaftsland.» Der Eventbetrieb tangiere die Nutzung der Grundstücke der Einsprecher in keiner Art und Weise.

Tatsache sei zudem, dass in der Kernzone in Aetigkofen einige Gewerbebetriebe angesiedelt seien. Das gehe von der Schreinerei, zum Baugeschäft, bis zum Treuhandbüro. Isch erklärte zudem, dass für jedes seiner Gebäude eine Baubewilligung vorliege. Und dass es hier nicht um diese Bauten gehe, sondern um die Umzonung.

Das Urteil des Verwaltungsgerichtes wird in einigen Wochen erwartet.

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