Messen
Rechnung schliesst 1,16 Mio. Franken besser ab als budgetiert

Bevor sich Messen in die bevorstehenden Festwochenenden der Schwinger und Turnerscharen stürzt, darf sich die Gemeinde über ein sehr gutes Ergebnis in der 8 Millionen Franken umfassenden Jahresrechnung freuen.

Gundi Klemm
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Sorgenkind wie immer mit einem Zuwachs um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist die Soziale Wohlfahrt mit 1,3 Mio. Franken.

Sorgenkind wie immer mit einem Zuwachs um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist die Soziale Wohlfahrt mit 1,3 Mio. Franken.

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«Wir haben nicht zu zurückhaltend budgetiert», stützte der Gemeinderat Finanzverwalter Geo Voumard. «Dieses erfreuliche Ergebnis nehmen wir ohne Schamröte entgegen, denn es ist durch zahlreiche unvorhersehbare Sondereffekte zustande gekommen», begründete dieser die Besserstellung gegenüber dem Voranschlag um 1,16 Mio. und den Ertragsüberschuss von rund 900'000 Franken.

Unerwartet waren im Steuersektor 668'000 Franken mehr eingegangen. Auch die Bildung, deren Kostenaufstellung mehrheitlich in den Händen des Schulverbandes Bucheggberg liegt, schloss um 467'000 Franken besser ab als budgetiert. Zudem wurde in allen Kontenbereichen sparsam mit den Finanzmitteln umgegangen, wie der Budgetvergleich mit einer Überschreitung des Budgetrahmens der Laufenden Rechnung um lediglich 153'000 Franken zeigt. Sorgenkind wie immer mit einem Zuwachs um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist die Soziale Wohlfahrt mit 1,3 Mio. Franken.

Als Pioniergemeinde nutzt Messen bereits das neue Rechnungsmodell HRM2, das deutliche Transparenz vermittelt. Da demnächst das alte kommunale Verwaltungsvermögen im HRM2 innerhalb von 10 Jahren abgeschrieben sein sollte, stimmte der Rat zusätzlichen Abschreibungen im Umfang von 890 000 Franken zu.

«Damit haben wir im kommenden Jahrzehnt eine jährliche Entlastung um 89'000 Franken», blickte Voumard in die Zukunft. Beglichen sind in dieser Jahresrechnung auch alle bisherigen Ausgaben mit 2,6 Mio. für den Bau der Mehrzweckhalle. Das gesamte Investitionsvolumen lag bei 3,59 Mio. Franken. Das Eigenkapital, das um 8'500 Franken als Ertragsüberschuss im Rechnungsabschluss vermehrt wurde, umfasst 2,81 Mio. Franken. Laut Gemeindevizepräsident Bernhard Jöhr, der die Ratssitzung leitete, zeigte sich die RPK «entzückt» von der erfolgreichen Arbeit im Jahr 2013.

Angebliche «Steuerhölle»

Hatte der Voranschlag noch mit 4 Mio. von natürlichen und juristischen Personen gerechnet, so gelangten in dieser Periode 4,72 Mio. Franken in die Gemeindekasse.

Zu Kritik in der angeblichen «Steuerhölle» Messen gab in der letzten Zeit häufiger der Steuerfuss Anlass. Der Rat brachte nun klar zum Ausdruck, dass der Budget-Gemeindeversammlung im Dezember ein Vorschlag zur Steuersenkung unterbreitet wird. «Wir wollen das gemeinsam mit Blick auf den Finanzplan entscheiden», bekräftigte der Finanzverwalter. Er will damit sicherstellen, dass die weiteren Aufgaben und Verpflichtungen im Haushalt der Gemeinde bezahlt werden können. Der Gemeinderat verabschiedete die Jahresrechnung einstimmig nach Erläuterung aller Eckpunkte zuhanden der Gemeindeversammlung am 26. Juni, 19.30 Uhr in der Pfarrschür.

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