Die erste Mieterstreckung lief nach drei Jahren Ende Juni 2013 ab. Danach folgte eine Schlichtungsverhandlung.

Strickler forderte dort von der Landeigentümerin Espace Real Estate erfolglos nochmals drei Jahre Mieterstreckung. Nun folgte die Verhandlung vor dem Amtsgericht. Amtsgerichtspräsident Stefan Altermatt gab sich aber noch nicht geschlagen. Bevor er eine Hauptverhandlung ansetzen wollte - und diese schon im März in Aussicht stellte - versuchte er nochmals eine Vergleichsverhandlung. Mit Erfolg.

René Strickler und Theodore F. Kocher von der Espace Real Estate im Gang der Gerichtsgebäudes.

René Strickler und Theodore F. Kocher von der Espace Real Estate im Gang der Gerichtsgebäudes.

Längstens zwei Jahre kann eine zweite Mieterstreckung dauern. Dies war auch das Ziel von René Strickler. Altermatt ergründete die Bemühungen von Strickler, eine andere Lösung für seine inzwischen 70 Tiere zu finden. Dessen Pläne und Projekte fussten aber weniger auf Tatsachen als auf Hoffnungen.

Längere Zwangsräumung

Sein Widersacher Theodor F. Kocher, Espace Real Estate nannte diese „Luftschlösser". Auch der Gerichtspräsident konnte wenig Ansätze für eine wirkliche Lösung finden und wollte schon als Vergleichsvorschlag den 30. Juni 2015 anbieten. Immerhin käme es bei einem Weiterzug eines Urteils der Hauptverhandlung ans Obergericht und ans Bundesgericht auch spätestens Mitte 2015 zu einem Ende.

Rene Strickler kämpft vor Gericht für seinen Raubtierpark (Februar 2014)

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Im Letzten Moment schwenkte aber Altermatt auf den Termin 31.12.2015. Sollte bis zu diesem Termin keine Lösung gefunden werden und eine Zwangsräumung eingeleitet werden müssen, würde diese wegen den Tieren auch länger dauern, als bei einer üblichen Räumung.

Beide Parteien akzeptierten den Vergleichsvorschlag. Zusätzlich muss Strickler 2015 drei Mal von seinen Bemühungen berichten. René Strickler verlangte zudem, dass ein Kauf des Geländes mit Espace Real Estate verhandelt werden darf.