Riedholz
Radstreifen von Hinterriedholz nach Günsberg wird abgelehnt

Der Riedholzer Gemeinderat sagt Nein zum Radstreifen nach Günsberg. Dieser werde mit der Aufhebung der Bahnstation in Hinterriedholz nicht mehr benötigt.

Urs Byland
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Der geplante Radstreifen rechts der Günsbergstrasse Richtung Hubersdorf dürfte schubladisiert werden.

Der geplante Radstreifen rechts der Günsbergstrasse Richtung Hubersdorf dürfte schubladisiert werden.

Hanspeter Bärtschi

Löst sich die Problematik um die Schulwegsicherung zur Kreisschule in Hubersdorf von selbst? Man könnte dieser Meinung sein, hat doch der Gemeinderat an seiner Sitzung beschlossen, auf einen Radstreifen von der Kreuzung Hinterriedholz bis nach Hubersdorf zu verzichten. Was von den Delegierten des Schulkreises als Bedürfnisabklärung in Auftrag gegeben wurde und 2011 vom kantonalen Amt für Verkehr und Tiefbau (AVT) unter dem Namen Veloplanung im Kreis Unterleberberg eingeläutet wurde, entpuppt sich als Papiertiger.

Der Vorschlag der Delegierten, einen durchgehenden Radstreifen bergwärts von der Kreuzung Hinterriedholz bis zum Ortszentrum Günsberg, wurde zwar als Gesamtprojekt ins Agglo-Programm aufgenommen, erlitt aber alsbald einen Dämpfer. Die Gemeinde Günsberg erklärte, dass ein Radstreifen auf dem Gemeindegebiet nicht infrage kommt.

Das verbleibende Teilstück Hinterriedholz bis zur Kreisschule wurde ins Mehrjahresprogramm des Kantons aufgenommen. Im letzten November war dieses Teilstück neben anderem Gegenstand einer Sitzung der Gemeindepräsidenten von Riedholz und Hubersdorf sowie Vertretern vom AVT. Dabei wurde schnell klar, dass ein Radweg ab Hinterriedholz zur Kreisschule für die beiden Gemeinden kein Thema ist. Grund ist die Aufhebung der Bahnstation Hinterriedholz der Aare Seeland mobil mit dem Fahrplan 2012/13.

Schulweg gesichert

An der Sitzung erklärte Gemeindepräsidentin Jasmine Huber, dass der Schulweg von Riedholz zur Kreisschule über die Kellenmattstrasse und Schützenstrasse verlaufe und dieser Schulweg beleuchtet ist.

Hubersdorfs Gemeindepräsident Andreas Rüegger konnte einzig Risiken an der Kreuzung Riedholzstrasse-Günsbergstrasse-Schulhausstrasse erkennen. Konkret kann sich Rüegger als Massnahme auf dem Abschnitt von der Kreuzung bis zur Abzweigung zur Kreisschule linksseitig einen Radstreifen vorstellen.

Dieser ergänze dort das Trottoir. «Damit ist der Schulweg für die Riedholzer Schulkinder gesichert», so Rüegger auf Anfrage. Weiter soll bei der Bushaltestelle eine Querung der Strasse ermöglicht werden und eine Einfahrbremse den motorisierten Verkehr verlangsamen. Für die Schüler aus Hubersdorf, deren Schulweg über die Mittelfeldstrasse verläuft, wurde die Kreuzung mit der Günsbergstrasse bereits saniert.

Riedholz wie Hubersdorf werden also in ihren Stellungnahmen zuhanden des AVT auf einen Radstreifen von Hinterriedholz zur Kreisschule verzichten.

Kein Thema ist in beiden Gemeinden auch die Eingabe einer Einzelperson, welche die Situation bei der Kreuzung Niederwilstrasse-Günsbergstrasse als gefährlich für die Schulkinder einstuft. Die Person fordert eine Querungshilfe für die Velofahrer. «Wenn der Kanton etwas machen will, ist das seine Sache. Wir haben keine Anfrage erhalten», sagt Andreas Rüegger. Der Gemeinderat von Riedholz wiederum stellt fest, dass die Anfrage das Gemeindegebiet von Hubersdorf betrifft. Er will deshalb von Massnahmen absehen. Eine mögliche Mittelinsel wird als Verschlimmbesserung betrachtet.

Heikle Präsidiumswahl

Die Werkkommission ist seit Anfang November ohne Präsident. Wegen dringender laufender Geschäfte sucht der Gemeinderat eine Interimslösung. Gemeinderätin Jacqueline Rüede, Ressortleiterin Werke, stellt sich für ein befristetes Engagement zur Verfügung. Das Gemeindegesetz lasse es zu, dass ein Ressortleiter gleichzeitig Kommissionsmitglied oder -präsident sein kann, haben Abklärungen beim Amt für Gemeinden ergeben. Der Gemeinderat wählte Rüede einstimmig zur Präsidentin der Werkkommission.

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