Bellach
Quelle muss geschützt werden

Das Trinkwasser der Gemeinde Bellach aus der Römersmattquelle muss besser geschützt werden. In der künftigen Grundwasserschutzzone gibt es mit der Hohlenstrasse und einer Abwasserleitung allerdings Nutzungskonflikte.

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Das Trinkwasser der Gemeinde Bellach aus der Römersmattquelle muss besser geschützt werden (Symbolbild).

Das Trinkwasser der Gemeinde Bellach aus der Römersmattquelle muss besser geschützt werden (Symbolbild).

Keystone

Die teils steile Hohlenstrasse im Nordwesten von Bellach wird gerne genutzt als Abkürzung zu oder von der Lommiswilerstrasse. Dies bekam Bauverwalter Hans Lüthi im letzten Jahr zu spüren, als er gar eigenmächtig die Sperrung der Hohlenstrasse für den Durchgangsverkehr im Gemeinderat traktandierte, obwohl dies die Bau- und Umweltkommission vorgängig klar abgelehnt hatte. Auch im Gemeinderat erlitt Lüthi Schiffbruch. Bei nur einer Gegenstimme sprach sich der Rat gegen eine Sperrung aus (wir berichteten). Lüthi brachte das Thema aufs Tapet, weil eine Sperrung mit zirka 30 000 Franken wesentlich billiger zu haben gewesen wäre als die Bauten (235 000 Franken), die eine Weiternutzung ermöglichen würden.

Die Bauten sind nötig. Schon 2008 setzte der Kanton Druck auf. Das Trinkwasser der Gemeinde Bellach aus der Römersmattquelle muss besser geschützt werden. Nutzungskonflikte innerhalb der Schutzzone der Quelle seien innert fünf Jahren zu überprüfen und gegebenenfalls zu eliminieren oder zu sanieren. Die Gemeinde ist der Forderung des Kantons teilweise nachgekommen. Von den Römersmattquellen wird heute die gesamte östliche Quellgruppe nicht mehr genutzt. Die weiterhin genutzten Quellen wurden in den letzten Jahren neu gefasst und saniert.

In der künftigen Grundwasserschutzzone verbleiben jedoch mit der Hohlenstrasse und der Abwasserleitung in dieser Strasse weiterhin «schwerwiegende» Nutzungskonflikte, welche die Quellfassungen gefährden. Deshalb werden im nun überarbeiteten und dem Regierungsrat vorgelegten Schutzzonenreglement (im Rahmen einer Teilrevision des Generellen Entwässerungsplans) Massnahmen zur Behebung der Gefährdung definiert. Die Abwasserleitung wird ausserhalb der neuen Grundwasserschutzzone geführt. Die Hohlenstrasse soll mit einer Vollentwässerung aus der Schutzzone heraus, Leitplanken und einem dichten Belag versehen werden. Zusammen mit weiteren Einschränkungen kann die gerne genutzte Abkürzungsstrasse weiterhin offen bleiben. Im Vergleich zur Diskussion vor einem Jahr hat sich der Preis für die Massnahmen erhöht. Bauverwalter Hans Lüthi geht davon aus, dass insgesamt über 300 000 Franken für die Bauten ausgegeben werden müssen, damit die Hohlenstrasse weiterhin benutzt werden kann.

Zur Teilrevision des Generellen Entwässerungsplanes (Teil-GEP) Hohlenstrasse wurde keine Einsprache geführt. Der Regierungsrat hat den Teil-GEP genehmigt. (uby)