Pro Weissenstein
Pro Weissenstein lud im Sennhaus zum «Zimis» und der Jahresversammlung ein

Es steht viel auf dem Spiel. So hat auch Konrad Stuber, Geschäftsführer der Seilbahn, ein aufmerksames Ohr für das Interview mit dem Pro-Weissenstein-Präsidenten Werner Baumgartner nach Ende der 59. Jahresversammlung. Es geht um die Biker.

Beat Geier
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Zwischen Bangen und Hoffen, (v.l.) Kassier Mario Blunschy, Präsident Werner Baumgartner, Aktuar Hansruedi Herrmann.

Zwischen Bangen und Hoffen, (v.l.) Kassier Mario Blunschy, Präsident Werner Baumgartner, Aktuar Hansruedi Herrmann.

Beat Geier

Einerseits sollen sie Betrieb und Umsatz bringen auf dem Berg, andererseits geht ein beträchtlicher Teil der Unterhaltsarbeiten aufs Konto ihrer Downhill-Fahrten am Weissenstein. Sie waren auch Thema an der Versammlung. Speziell der Bericht Werner Hubers, Chef für Bau und Unterhalt bei Pro Weissenstein, machte diesen Zwiespalt an der Versammlung deutlich.

«Zur Markierung ihrer Downhillstrecke auf dem Nesselboden haben die Biker Stöcke in den Grund gepfählt, für die Entfernung fühlt sich aber niemand zuständig», schildert Werner Baumgartner eines der Souvenirs der Bike Days. Pro Weissenstein will mit Solothurn Tourismus in Kontakt treten, man ist sichtlich bemüht um einen konstruktiven Dialog.

Der Berg gibt Arbeit

Hubers spezieller Dank gilt der Familie Niederberger vom Hinter-Weissenstein und den Betreibern des Sennhauses um Ueli Stucki. Ihre Traktoren und weiteres Gerät stellten sie bereitwillig den Pro-Weissenstein-Volontären zur Verfügung. So wurden unter anderem das Chilchwägli saniert, das Bachbett in seiner Nähe ausgehoben und in steilen Passagen Stufen eingebracht. Viel Lob hat Werner Huber für den Plattenvibrator, der zum Planieren der Wege im vergangenen Rechnungsjahr angeschafft wurde. Von Wind und Wetter gestürzte Bäume verwandeln Willy Niederberger und Daniel Stucki mit der Kettensäge in Bänke. So laden dank dem Fallholz auch am Bundesrats- und am Hammerwägli neue Sitzgelegenheiten zum Ruhen ein. Erstaunlich sei, wie viele wilde Feuerstellen, aus dem Boden schiessen. Beharrlich werden diese von den beiden Pächtern wieder zurückgebaut. Sie nehmen es mit Humor: Die Matten würden so sukzessive von Steinen befreit.

Ein Führer für den Juragarten

Willy Bichsel feierte im vergangenen Jahr sein 25. Jubiläum als Vorstand des Juragartens und lancierte – auf vielfach geäusserten Wunsch – einen Pflanzenführer für das Biotop. Ein Beispielexemplar hat er mitgebracht, nur noch wenige Lücken hat das Pflanzenmosaik. Für Bichsel ist es Ehrensache, dass alle Pflanzenbilder im Juragarten aufgenommen wurden. Das lebende Herbarium vor dem Kurhaus beherbergt 307 verschiedene Arten.

Zahlen und Fakten

«Ich bin gar kein Freund von negativen Budgets», führt Präsident Baumgartner das voraussichtliche leichte Defizit fürs laufende Rechnungsjahr ein. Dem gegenüber stehen aber die erfreulichen 9422 Franken Ertrag von ca. 430 bezahlenden Mitgliedern fürs abgeschlossene Budget. Der bescheidene Jahresbeitrag von 15 Franken war von vielen grosszügig aufgerundet worden. Der leichte Minusbetrag steht in direktem Zusammenhang mit dem Juragartenführer. Eine Erstauflage von 400Stück soll noch in diesem Jahr erscheinen.

Appell an die Mitglieder

Ab nächster Woche treten die Zivildienstleistenden auf dem Weissenstein ihre Einsätze an. Mit ihrer Hilfe soll der Säugraben komplett saniert werden. Doch auch die Mitglieder sind aufgeboten zuzupacken. Am 9. September erwartet Baumgartner etwas mehr Helfer als dieses eine Mitglied, das sich am ersten Haupteinsatz im Mai zum Vorstand gesellte. Man muss sich auf viel Betrieb gefasst machen auf dem Weissenstein.