Wasseramt
«Pro Wasseramt» will sich im Jahr 2013 professionalisieren

Seit über einem Jahr engagiert sich der Verein «Pro Wasseramt» für den Tourismus im Bezirk. Mit diversen Aktionen und Angeboten will er auf die kulturellen Veranstaltungen der Region sowie auf «geschichtsträchtige Bauten und Dörfer» aufmerksam machen.

Christoph Neuenschwander
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Wasseramt. (Archiv)

Wasseramt. (Archiv)

Solothurner Zeitung

Man will dabei aber Massentourismus vermeiden, wie Vizepräsident Rolf Späti erläutert. Das Ziel des Vereins liege darin, die durch Betriebsschliessungen verloren gegangene Wertschöpfung im Wasseramt zu kompensieren. «Dies wird natürlich nur gelingen, wenn Unternehmen und Gemeinden im Wasseramt zu Partnern werden.» Besonders ins Auge gefasst hat man dabei Gastronomie und KMU.

Um den Aufbau einer neuen Wertschöpfungskette voranzutreiben, soll nun im Januar die Generalversammlung sowohl der strategischen Ausrichtung des Vereins zustimmen als auch der Schaffung einer «teilprofessionalisierten Geschäftsstelle positiv gegenüberstehen», heisst es in einer Mitteilung von «Pro Wasseramt.» Konkrete Pläne für diese Stelle gebe es aber noch nicht, erklärt Späti auf Anfrage. Erst müsse man die Idee an der Versammlung diskutieren. Dahinter steckt aber die Erkenntnis, dass eine Homepage allein (wie ursprünglich gedacht) zur Vermarktung des Bezirks nicht reicht: Ein Büro muss her – wo sei noch unklar, aber auf jeden Fall im Wasseramt.

Bisher ehrenamtliche Arbeit

Im nächsten Jahr will der Verein auch die Zusammenarbeit mit der Regionalplanung verstärken und einen neuen Versuch unternehmen, Geld von der Neuen Regionalpolitik (NRP) zu erhalten. Als der Verein im November 2011 gegründet wurde, sei man etwas blauäugig davon ausgegangen, dass man diesen Förderbeitrag des Bundes problemlos erhalten werde, erzählt Späti, der damals noch nicht dem Vorstand angehörte. Das Gesuch war nicht bewilligt worden, weil zu wenig konkret. Bis Ende Januar muss nun ein neuer Antrag eingereicht werden.

Trotz fehlender NRP-Gelder habe man aber auf ehrenamtlicher Basis 2012 damit begonnen, ein Netzwerk aufzubauen und das Wasseramt als touristische Destination zu profilieren. «Die Homepage wurde auf Vordermann gebracht, neue Leute ins Boot geholt und Events geplant.»