Egerkingen
Pro Integral hat Gesuch um Betriebsbewilligung für Klinik Fridau eingereicht

Die Stiftung Pro Integral will in der ehemaligen Klinik Fridau in Egerkingen ein Pflege- und Beschäftigungszentrum einrichten. Der Stiftung ist es ernst, hat sie doch ein Gesuch um eine Betriebsbewilligung eingereicht.

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Die frühere Klinik Fridau in Egerkingen

Die frühere Klinik Fridau in Egerkingen

Hansruedi Aeschbacher

Wie bereits mehrfach berichtet, beabsichtigt Pro Integral in der ehemaligen psychiatrischen Klinik Fridau in Egerkingen ein Pflege-, Wohn- und Beschäftigungszentrum für rund 50 Personen mit einer Hirnverletzung einzurichten. Nun gilt es ernst, denn die Trägerstiftung Pro Integral hat fristgerecht beim Amt für soziale Sicherheit des Kantons Solothurn (ASO) das Gesuch um eine Betriebsbewilligung eingereicht, wie ASO-Chef Marcel Chatelain bestätigt. «Bis ein Entscheid gefällt ist, dürfte es Ende September werden.» Wie gross sind die Chancen für eine Bewilligung? «Eine Antwort wäre spekulativ. Wir werden das Dossier genau untersuchen.»

Er wisse, dass Pro Integral eine Warteliste von betroffenen Personen habe, doch das sei nur das eine. Klar gesichert sein müsse auch die Finanzierung. Er könne lediglich wiederholen, was seine Amtsstellvertreterin, Ursula Brunschwyler, Anfang dieses Jahres gesagt hat. Nach Meinung des ASO sei der Bedarf für zwei Hirnzentren im Mittelland nicht gegeben. Im Kanton Solothurn werde mit 15 bis 20 Plätzen gerechnet. Im Weiteren verweise er auf das Angebot vom Solothurnischen Zentrum Oberwald in Biberist, das in der Aussenwohngruppe Ambassador in Zuchwil in diesem Bereich tätig sei.

In Roggwil noch immer blockiert

Mit Mittelland ist auch Roggwil gemeint. Dort sind die Pläne von Pro Integral für ein Zentrum mit 70 Pflegeplätzen samt Verwaltung seit längerem blockiert. Einerseits ist eine Beschwerde gegen eine Baureglementsänderung hängig. Anderseits weigert sich ein Landbesitzer, die benötigte Parzelle zu verkaufen.

Anders ist es bei der Fridau in Egerkingen. Der Kanton Solothurn möchte die Liegenschaft verkaufen und Pro Integral könnte zum Zug kommen. «Ein weiterer ernsthafter Interessent ist derzeit nicht in Sicht», erklärt Kantonsbaumeister Bernhard Mäusli. Doch, so schränkt er ein, erst wenn Pro Integral eine Betriebsbewilligung für ein Hirnzentrum besitzt, könne ernsthaft über einen Verkauf verhandelt werden. (wak)