Dreimal führte die 4. Klasse der Primarschule Laupersdorf unter der Leitung ihrer Lehrpersonen Michèle und André Ackermann-Schmid in der Mehrzweckhalle «Kreuzacker» ein Weihnachtsmusical mit Liedern aus der «Mitsingwienacht» von Andrew Bond auf.

Einheitlich gekleidet in blauen T-Shirts mit goldenen Sternen, bedruckt im Werkunterricht bei der Werklehrerin Amanda Stettler-Müller, betraten die 25 Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse zu Keyboard-Klängen die Bühne. Zu Beginn sangen die Kinder zu eingespielter Musik ab CD und begleitet auf der Gitarre von André Ackermann «Bald, bald isch Wienacht».

Geschichte nicht nur erzählt

«Vor über 2000 Jahren hat sich in Bethlehem eine eindrückliche Geschichte abgespielt», berichtete die Erzählerin. In der Folge führten Schülerinnen und Schüler erzählend durch die Geschichte. Zu den einzelnen Szenen wurden mittels Beamer auf Grossleinwand passende Zeichnungen – oder vielmehr farbenprächtige Gemälde – eingeblendet.

Maria und Josef traten auf und sangen zweistimmig als Solisten «Jetzt si mir do» und dann setzte fulminant der Chor ein. Auf den Feldern bewachten die Hirten ihre Schafe, passend dazu wurde ein Blockflöten-Duett gespielt. Hirten mit Stab und Schlapphüten traten auf und sangen solistisch ihr Hirtenlied, wobei sie sich auch an tänzerische Schritte wagten.

Rockig «Unterwägs uf Bethlehem»

Auf der Mundharmonika spielten die Kinder «En helle Schtärn». Da erschienen die drei Könige auf der Bühne und rätselten, was der Stern wohl bedeuten würde. Der Schülerchor sang die Lieder mit fetzigen Melodien von Andrew Bond sehr sicher, stimmlich rein, keck und mit gut verständlicher Sprache. Musikalisch zogen die Schülerinnen und Schüler in vielfältigen Facetten alle Register.

Mutig war, dass die Hälfte der Kinder der Klasse bestimmte Sequenzen solistisch am Mikrofon sangen und einige erwiesen sich als wahre Gesangstalente. Rockig daher kam der Hit-Song «Unterwägs uf Bethlehem». Nach einer Trompeten-Fanfare trat der König Herodes auf, dem die drei Könige einen Besuch abstatteten. Als die Könige zum Stall marschierten, erschien zur Verblüffung aller ein fast echt wirkendes Kamel auf der Bühne. Doch es durfte nicht mit in den Stall und so sang der Chor «s Kamel, die armi Seel, darf nit i Schtall». Zum Schluss erklang das Lied «Jesus isch do» und nach dem lang anhaltenden Schluss-Applaus des begeisterten Publikums gab es als Zugabe nochmals das rockige «Unterwägs uf Bethlehem».

Sowohl die Seniorinnen und Senioren an ihrer Weihnachtsfeier, die Eltern, Bekannten und anderen Besucher bei der abendlichen Aufführung wie auch die Kinder bei der Schüler-Aufführung waren vom 45 Minuten dauernden Weihnachts-Musical begeistert. Die Hälfte der Kollekte wird für «Jeder Rappen zählt» gespendet.