Die Begabtenförderung der Biberister Primarschule steht dieses Jahr im Zeichen des Journalismus und der Medien. So beschäftigen sich die Schüler jeden Mittwochmorgen mit den verschiedenen Arten der Berichterstattung und veröffentlichten bereits Artikel in der Solothurner Zeitung und in der Dorfzeitung «Biberister Kurier».

Am Mittwoch erhielten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, die Redaktion der Solothurner Zeitung und das Radio 32 im Solothurner Medienhaus zu besuchen.

Pünktlich um 9 Uhr 15 stehen die potenziellen Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten vor der Tür der Redaktion. Damit sind sie genau rechtzeitig, um an der allmorgendlichen Sitzung teilzunehmen. Sie dürfen sogleich im Sitzungszimmer Platz nehmen - jedoch nur auf der Fensterbank, denn am Tisch finden die zehn Schüler keinen Platz mehr.

An der Sitzung erhalten die Primarschüler einen ersten Einblick in den Alltag auf einer Redaktion und können miterleben, wie die Donnerstagsausgabe der Zeitung in groben Zügen geplant wird.

Sobald alles über die kommende Ausgabe gesagt ist, wird an der Sitzung jeweils ein Blick zurückgeworfen und die aktuelle Ausgabe der Solothurner Zeitung analysiert. Auch die potenziellen Nachwuchsjournalisten geben eine Blattkritik zur Mittwochsausgabe der Zeitung ab.

«Wie wird man Journalist?»

Im Anschluss daran hatten die Schüler Gelegenheit, dem versammelten Redaktionsteam Fragen zu stellen. Eine Schülerin nutzte diese Gelegenheit sogleich, zwar nicht um eine Frage zu stellen, aber um ein wenig Werbung in eigener Sache zu machen. «Ich habe keine Frage aber einen Vorschlag für ein Thema, über welches Sie schreiben könnten,» sagt sie. Sie mache mit ihrer Tanzgruppe dieses Jahr an der Weltmeisterschaft mit. «Sie haben schon einmal über uns geschrieben.»

Die potentiellen Nachwuchsjournalisten stellen den Redaktoren der Solothurner Zeitung einige Fragen.

Die potentiellen Nachwuchsjournalisten stellen den Redaktoren der Solothurner Zeitung einige Fragen.

Eine weitere Schülerin fragt, was man genau tun müsse, um ein Journalist zu werden. Worauf ihr der stellvertretende Chefredaktor Urs Mathys breitwillig die zahlreichen Wege erklärt, welche es gibt, um in diesen Beruf einzusteigen. Kurz darauf meldet sich ein Schüler und will wissen, ob es eigentlich schwer sei «so einen Artikel» zu schreiben.

Redaktor Wolfgang Wagmann beantwortet die Frage: «Über ein Thema, das man kennt, ist es einfach zu schreiben. Aber immer wieder tauchen völlig neue Themen auf, zu denen man erst einmal recherchieren muss. Dann gehts mit dem Schreiben nicht mehr so schnell.»

Dem neugierigen Schüler mit dem Namen Yannik fällt das Schreiben überhaupt nicht schwer, wie er später während der Führung durch die Redaktion erklärt. «Ich möchte Journalist werden», erklärt Yannik.

So ist seine Hand auch deutlich die erste, die oben ist, als die Gruppe gefragt wurde, wer später einmal Journalist werden will. «Entweder bei der Zeitung, weil mir das Schreiben leicht fällt, oder beim Radio, weil mir das Moderieren Spass macht», plant Yannik seine Zukunft. Vor dem Besuch bei der Solothurner Zeitung warfen die Primarschüler nämlich einen Blick in das Studio von Radio 32 und durften beim Radio mitwirken.

Lieber zum Radio

Neben Yannick erklärten auch Jenna und Eric, dass sie später einmal Journalistin oder Journalist werden wollen. Sie könnten sich vorstellen, später einmal in diesem Beruf zu arbeiten.

Dabei ist für die beiden klar, dass es zum Radio gehen soll. «Ich würde am liebsten beim Radio arbeiten. Das Sprechen beim Radio hat mir persönlich sehr gut gefallen», meint Eric. Jenna schätzt die Vielfalt beim Radio: «Mir gefallen das Moderieren und die Musik, die zu hören ist.»

Die anderen Schülerinnen und Schüler der Begabtenförderung sind sich noch nicht so sicher, dass sie eine Karriere als Journalist starten möchten. Es haben jedoch alle Freude am Unterricht der Begabtenförderung.

So gibt es auf die Frage, ob ihnen dieser Unterricht gefalle ein kollektives und keineswegs zögerliches Ja. Und auch der Besuch auf der Redaktion scheint den Primarschülern gefallen zu haben. Denn während der Führung durch die Redaktion war kein Mucks zu hören. Ihre ganze Konzentration gehörte den Erklärungen der Redaktorinnen und Redaktoren.