Sie erklärt, worum es ihr bei «FrauenArt» geht: Als Künstlerin und Organisatorin kleinerer Kulturevents habe sie schon seit langem mit dem Gedanken gespielt, Künstlerinnen aus der Region zusammenzuführen. Dabei sollen die Objekte nicht wie an einem Kunstmarkt an Ständen, sondern frei an verschiedenen Plätzen gezeigt werden: «In der Alten Chäsi, auf dem Platz davor und im Garten von Künstler-Nachbar Alfons Wyss.»

Über 150 Homepages durchforstet

Eines ihrer Ziele sei es, einen künstlerischen Austausch zu schaffen, der neue Ideen bringt und Kooperationen und Synergien fördert: Und so habe sie viel Zeit in die Auswahl der Teilnehmerinnen investiert. Über 150 Homepages von Künstlerinnen habe sie durchforstet und etliche, stundenlange Telefonate geführt, bis sie «ihre» Truppe zusammen hatte. Den Teilnehmerkreis habe sie auf Frauen beschränkt, weil sie sich dadurch von anderen Kunstanlässen absetzen wolle, begründet Claudia Brander.

Zudem habe sie nicht nur auf die bestehenden Platzverhältnisse in und um die Alte Chäserei geachtet, sondern auch darauf, dass die Gruppe vom Alter her zusammenpasse; alle Künstlerinnen sind zwischen 40 und 60 Jahre alt. Um eine möglichst attraktive Ausstellung zu gestalten, seien die Künstlerinnen ausserdem gezielt aus verschiedenen Bereichen gewählt worden; sie arbeiten mit Stahl, Eisen, Stein, Keramik, Draht, Holz, Mosaik, Plexiglas, Ton, Weide oder Modelliermasse, machen Fotografien oder bemalen Leinwände, Holz, Papier und Körper.

Wer alles mitmacht

«Herausgekommen ist eine Gruppe kreativer Powerfrauen, die ihr Leben mit der Kunst teilen.» Und das sind sie: Karin Müller aus Solothurn, die abstrakt mit Acrylfarben malt; die vollberufliche Steinbildhauerin Pierrette Müller aus Oberbuchsiten; Judith Sauthier aus Balsthal, die auf verschiedenen Unterlagen malt und Holz schnitzt; Silvia Plüss aus Oberentfelden, die seit fast 40 Jahren töpfert und eine eigene Töpferschule leitet; die Bildhauerin Barbara Bösch aus Kaufdorf; Alexa Kley aus Wiedlisbach, die Weide zu Kunstobjekten verarbeitet;

Nadja Lerch aus Solothurn, die Figuren aus Holzmasse gestaltet und sie bemalt; Chantal Disler aus Dulliken, die Figuren aus Draht kreiert; Patricia Müller aus Bibern, die mit Papier sowie alten, farbigen Textilien arbeitet; Sabina Schwaar aus Oberentfelden, die vor allem mit Pigment malt; Cordula Burkart aus Safenwil, die für ihre Tierfotografien und ihre Kunst aus dem Helikopter bekannt ist; die Schweisserin Andrea Stahl aus Aarburg.

Weltmeisterin im Bodypainting mit am Start

Claudia Brander, die hauptsächlich im Bereich Modedesign tätig ist, zurzeit aber vor allem mit Holz arbeitet, weist darauf hin, dass eine Stelle noch vakant sei, da die mit Eisen arbeitende Esther Rippstein aus Oftringen leider abgesagt habe, erklärte sie. Mit dabei seien aber auf jeden Fall Veronika Müller aus Alikon, die für ihre Keramikfiguren bekannt ist, die mit Metall arbeitende Fulenbacherin Judith Nussbaumer, die Weltmeisterin im Bodypainting Melanie Rodel aus Köniz, die Gastkünstlerin Sigrid Petsch aus Deutschland sowie Silja Coutsicos und Emanuelle Bottana aus Schönenwerd, die für ihre Mosaiken bekannt sind.

Männer machen Musik dazu

Die «FrauenArt»-Ausstellung wird mit einem attraktiven Rahmenprogramm aufwarten: Die Fulenbacher Kultur- und Freizeitkommission organisiert am 18. August einen Konzertabend mit den Fulenbacher Musikern Norbert Lehmann (Rhythm Talk) und Fernando von Arb & Band (Krokus). Die Oltner Kulturjournalistin Madeleine Schüpfer wird die Eröffnungsrede an der Vernissage halten und aus ihrem Buch «Besessen» vorlesen. Am 19. August gibt es eine Matinee mit Stellamar (Marcel Wyss & Basso Salerno) und eine Theatervorführung (Yvonne Oesch «Frau ohne Helm»).

Claudia Brander hat bisher so viel Zuspruch erfahren, dass sie sich sogar vorstellen könnte, 2013 die zweite «FrauenArt» zu organisieren.