Mausefalle
Premiere eines atemberaubenden Theaters im Theater

Mit viel Schwung und atemberaubendem Tempo bringt der Royal Arts Club den Krimi «Ein höchst abscheulicher Mord» des Amerikaners Rick Abbot auf die Bühne. Das Premieren-Publikum war begeistert.

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Die Crew von Royal Arts beim Gastspiel in der Mausefalle.

Die Crew von Royal Arts beim Gastspiel in der Mausefalle.

Jörg Studer

Die «Mausefalle» ist proppenvoll, die Stimmung vor der Aufführung heiter und Regisseur Jörg Studer im Dauerstress. Die theaterbegeisterten Laienschauspieler warten auf ihren Einsatz. Man kann sich gut vorstellen, dass die Nerven hinter der Kulisse blank liegen und die Angst vor dem Versagen gegenwärtig ist.

Der 1931 geborene und 1992 verstorbene Autor Jack Sharkey, der unter anderem unter dem Synonym Rick Abbot schrieb, macht es der Theatergruppe nicht leicht. Die zu bewältigende Arbeit ist kompliziert. Schliesslich geht es nicht um ein gewöhnliches Stück, sondern um ein Theater im Theater, das den Laien einiges abverlangt – sind sie doch gezwungen, zwei Rollen gleichzeitig zu spielen.

Eingeübt wird im Stück der Krimi «Spilet wyter» rund um eine in Kobragift getauchte Rubin- oder Diamantkette. Aufgeführt wird die gleiche Szene dreimal: einmal als Probe, einmal als Hauptprobe und einmal als Premiere. Dies könnte einigermassen in geordneten Bahnen ablaufen, wenn da nicht die rabiate und überforderte Regisseurin wäre, die sich vor einem Haufen undisziplinierter und stetig nörgelnder Schauspieler behaupten muss.

Folgenschwere Abänderungen

Für Chaos und Verwirrungen sorgt aber auch der spleenige Autor des Stücks, der wie aus dem Nichts auftaucht und das Drehbuch immer wieder abzuändern beginnt. Die Handlung entgleitet, und die vielen Patzer und Improvisationen werden schliesslich, wie könnte es anders sein, mit Alkohol herunter gespült.

Spannend und geheimnisvoll

Weitere Aufführungen

14. und 15. November, jeweils um 20 Uhr. Aufführungsort: Theater Mausefalle, Allmendweg 8, Zuchwil.

In eine andere Haut schlüpften: Roger Kummer als Heinz Berger und Lord Dudly; Denise Friedli als Liselotte Berger und Lady Margret; Jürg Rohrbach als Paul Müller und Dr. Rex Forbes; Giuseppe Graziano als Bruno Huber und Stephen Sellers; Lea Reimann als Esther Bieri und Diana Lassiter; Maria Ansari als Maja Schmid und Doris.

Ferner wirkten mit: Andi Hubert als Thomas von Bergen, Sam Friedli als Daniel Sommer, Cornelia Studer als Andrea Hänni, Therese Lüpold als Ursula Meier-Zingg. Verantwortlich für die Technik und die Maske waren Daniel Mauerhofer und Astrid Guggisberg. Ins Schweizerdeutsche übersetzt wurde das Theaterstück von Hannes Zaugg-Graf.

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