Sie wisse selber nicht genau, warum sie das gemacht habe. Wahrscheinlich seien es die grossen psychischen Probleme gewesen, die sie zur Tatzeit hatte. Vor Gericht entschuldigte aber sich die Angeklagte für die zahlreichen Diebstähle.

Die 46-jährige Postangestellte arbeitete im Briefzentrum Härkingen. Dort suchte sie sich bewusst wertvoll aussehende Sendungen aus und öffnete diese. Insgesamt konnte sie sich so 40'000 Franken erbeuten.

«Es war ein gewisses Vertrauensverhältnis gegenüber dem Arbeitnehmer vorhanden, dies wurde von der Angestellten gebrochen», erklärt die zuständige Staatsanwältin Melanie Wasem gegenüber Tele M1.

Auch Geldwäscherei betrieben

Die Postangestellte hatte zudem ein Teil des Geldes in den Kosovo geschickt und wird somit auch der Geldwäscherei angeklagt. Ihr war immer klar, dass man sie eines Tages erwischen würde, meinte sie vor Gericht.

Auch die Schweizerische Post sieht das so, wie Bernhard Bürki, Mediensprecher der Post bestätigt. «So etwas sollte nicht passieren. Wir setzten immer alles daran, das solche Fälle nicht vorkommen. Wir überprüfen und verbessern unsere Sicherheitsmassnahmen immer wieder.»

Die mittlerweile Ex-Postangestellte wurde zu 12 Monaten bedingter Gefängnisstrafe verurteilt. Auch die erbeuteten 40'000 Franke wurden den Geschädigten zurückgegeben. (jgr)