Flumenthal

Pläne für ein Projekt «altersgerechtes Wohnen» nehmen Gestalt an

«Es wäre doch schön, wenn dort altersgerechte Wohnungen für unsere Senioren gebaut werden könnten», hofft Projektinitiator Ernst Würsch.

«Es wäre doch schön, wenn dort altersgerechte Wohnungen für unsere Senioren gebaut werden könnten», hofft Projektinitiator Ernst Würsch.

Ernst Würsch möchte mit seinem Projekt eine «Gemeinnützige Genossenschaft für altersgerechtes Wohnen» gründen und dafür sorgen, dass in Flumenthal altersgerechte Wohnungen entstehen.

Nach eingehender Analyse habe er, festgestellt, dass für ältere Menschen aus der Gemeinde und deren Nachbarschaft ein deutlicher Bedarf an hindernisfreien und erschwinglichen Wohnungen besteht.

Der Flumenthaler Ernst Würsch, der bis zu seiner Pensionierung leitende Funktionen im Krankenkassenwesen innehatte, ist ein Mann der Tat. Nachdem er für Flumenthal die Bewohnerschaft mit 447 Haushalten, ihre Altersstruktur und vor allem die Wohnformen genau aufgeschlüsselt hatte, zeigte sich, dass von den 201 hier wohnenden Personen über 65 Jahre, gerade mal 11 in Alters- und Pflegeheimen der Region leben.

16 ältere Menschen sind in Eigentumswohnungen zu Hause, 33 in Mehrfamilienhäusern und schliesslich 141 in Einfamilienhäusern. Nirgendwo gebe es einen Lift. Rollstuhlgängig, entsprechend den spezifischen Bauempfehlungen zur Behindertengerechtigkeit, sei keine einzige Bleibe.

«Wir müssen uns darum kümmern», bekräftigte der sei Jahrzehnten sozial und kommunalpolitisch engagierte Würsch. Im Herbst des letzten Jahres hat er in einem Antrag an den Gemeinderat seine Initiative vorgestellt und um Unterstützung bei der Gründung einer Arbeitsgruppe «Gemeinnützige Genossenschaft für altersgerechtes Wohnen» gebeten.

Konkrete Vorstellungen

Gegenwärtig agiert Ernst Würsch, wie er selbst sagt, als Einzelmaske. Das habe seinen Grund darin, dass er ganz kurzfristig, um das Vorhaben voranzutreiben, etliche Termine wahrnehmen müsse.

Bekannte, die sein Anliegen unterstützen und in der künftigen Arbeitsgruppe mitwirken wollen und nach ihrer Gründung Genossenschaftsmitglieder werden könnten, haben sich schon bei ihm gemeldet. Die vordringlichste Arbeit bestehe jetzt darin, das nach Prüfung mehrerer Varianten für den Bau ins Auge gefasste Areal umzuzonen.

Diese Zonenplanänderung müsse relativ zügig über die Bühne gehen, sagt Würsch, weil die Anwendung des neuen Raumplanungsgesetzes wegen seiner bisher unvollendeten Ausführungsbestimmungen in Bund und Kanton vermutlich zu deutlichen zeitlichen Verzögerungen im Projekt führen würde.

Mit im Boot ist der Gemeinderat als Planungsbehörde, der dieses für Flumenthal wichtige Vorhaben unterstützt, die Teilzonenplanänderung verfolgt und der Bau- und Werkkommission die fachliche Führung übergab.

Würsch selbst würde die Leitung der Arbeitsgruppe bis zur Fertigstellung einer Vorstudie übernehmen und hofft darauf, dass sich neben der Einwohnergemeinde auch die Bürgergemeinde mit einer Vertretung einbringt.

Ziel vor Augen

Würsch skizziert den Zeitplan so, dass die Gründung der Genossenschaft in der ersten Jahreshälfte erfolgen könne. Wenn im Herbst dann die Teilzonenplanänderung genehmigt sei, werde sich die Detailplanung anschliessen.

Auch dazu hat er bereits seine «Fühler» ausgestreckt und könnte einen in einem ähnlichen Vorprojekt erfahrenen Architekten aus der Region einspannen. Auf dem anvisierten 3250 Quadratmeter grossen Gelände südwestlich vom Schulhaus gelegen – mit Blick auf Kirche und Alpen – sollte im ersten Schritt ein Gebäude dreistöckig mit 10 bis 14 Mietwohnungen entstehen, dem bei Nachfrage dann ein zweites Haus mit einem Mix von Miet- und Eigentumswohnungen
folgen könnte.

Als Würsch sein Vorhaben am Seniorennachmittag der Partnergemeinden Hubersdorf und Flumenthal vorstellte, meldeten sich bei ihm spontan bereits sechs
Interessierte.

Ein Problem allerdings beschäftigt den Initiator. Wo soll die Erschliessung des Areals, das der Einwohnergemeinde gehört, durchführen? Eines ist sicher: Ernst Würsch wird nicht ruhen, bis eine machbare Lösung für sein zukunftsträchtiges Projekt gefunden ist.

Und der Wechsel älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger in eine altersgerechte Wohnung könnte zu spürbarem Zuzug ins Dorf und in die frei werdenden Einfamilienhäuser führen. «Auch das wäre ein Nutzen für die Gemeinde», sagt Ernst Würsch.

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