Gempen

Piepsender Katzenschreck sorgt für Nachbarschaftsstreit

Katzenschreck wird zum Nachbarnschreck

Katzenschreck wird zum Nachbarnschreck

Ein Gerät soll mit beissendem Ton Katzen aus dem Garten fernhalten. Doch das ganze eskaliert zum Nachbarschaftsstrei im Quartier.

In Gempen hat ein Nachbarschaftsstreit um den installierten Katzen-Alarm im Garten von Heinz Aebischer einen Rechtsstreit ausgelöst.

Der Tod seiner eigenen Katze im Jahr 2012 war der Auslöser für den Streit, der Heinz Aebischer mit seiner Nachbarin hat. Seitdem erledigen nämlich viele fremde Katzen in seinem Garten ihr Geschäft, berichtet «Blick» am Mittwoch. 

«Wir haben unseren Gemüsegarten aufgelöst, denn das Gemüse war teilweise nicht mehr geniessbar», erzählt der 55-Jährige gegenüber «TeleM1». Das Gemüse habe richtig nach Katzenurin und Kot gestunken.

Bis zu 30 Katzen streunten täglich durch seinen Garten – mittels Fotofalle konnte er das beweisen. Er stellte deshalb zwei sogenannte Katzenschrecks in seinem Garten auf. Diese geben piepsen, wenn sich eine Katze nähert. «Der Pfeifton hilft und vertreibt die Katzen», so Aebischer. Er habe schon oft beobachtet, dass sich die Katzen von Ultraschall-Geräten, die keinen Ton von sich geben, nicht beirren liessen.  

2014 musste sich der Gemper einer Herztransplantation unterziehen lassen. In der Zeit, die er im Spital verbrachte, kam seine Nachbarin vorbei und beschwerte sich über den Piepston. Im nächsten Jahr erkundigte sich dann ein Friedensrichter über den Katzenschreck. Die Nachbarin wurde angehalten, die Fenster auf der Seite zu Aebischers Grundstück zu schliessen. 

Damit war der Streit aber noch nicht beendet. Die Nachbarin erhielt Unterstützung eines Polizisten, der ebenfalls im Quartier lebt und sich ob der piepsenden Geräte stört. Die beiden zeigten Heinz Aebischer an. Dieser will sich nur dann friedlich einigen, wenn sich die beiden öffentlich entschuldigen. Der Fall liegt mittlerweile bei der Staatsanwaltschaft. (ldu)

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