«Unser Ziel ist immer noch dasselbe. Wir tun alles, um unsere Bevölkerung vor einem Verkehrs- und Parkchaos zu schützen, wenn die neue Gondelbahn eröffnet wird.» Aus diesem Grund habe man die Direktbetroffenen zu einer Aussprache eingeladen. «Es ist uns wichtig, dass wir eure Anliegen kennen», erklärte Gemeindepräsident Patrick Schlatter am Montagabend. Zuerst machte er nochmals klar, dass der kantonale Nutzungsplan genehmigt sei. «Die Parkfelder sind ausgeschieden. Daran ist nichts mehr zu rütteln.» Das bedeute, dass nur noch gegen die aufgelegten Pläne für die drei Parkplätze eingesprochen werden kann. Bewilligungsbehörde sei der Kanton. «Wir äussern uns als Gemeinde dazu. Das ersetzt aber nicht eure Einsprachen», so Schlatter weiter.

Die Seilbahn Weissenstein AG ist zuständig für den Bau und den Betrieb der Parkplätze. Das Parkplatzreglement erarbeitet die Gemeinde Oberdorf. Ebenso allfällige flankierende Massnahmen, mit denen die Quartiere vom Verkehr entlastet werden sollen. Diese beiden Themen wurden kurz andiskutiert. Schlatter versprach, wenn die Planung dazu weiter fortgeschritten sei, erneut zu informieren.

Marc Spirig (Gemeinderat und Präsident Baukommission) stellte die Bauprojekte kurz vor (siehe Kasten). Er machte dabei vor allem auf die fehlende Entwässerung der Kiesplätze aufmerksam. Deutlich wurde zudem, dass auf den Plänen zwar Parkfelder eingezeichnet seien, diese aber auf den Plätzen selbst nicht angezeichnet würden. «Für uns ist es wichtig, dass die Parkplätze möglichst geordnet aufgefüllt werden. Nur so haben so viele Autos wie möglich Platz. Und nur so kann Suchverkehr in den Quartieren vermieden werden.»

«Ich möchte mich bei der Gemeinde für die Einladung und die heutige Information bedanken. Ich weiss, dass das verfahrenstechnisch nicht nötig gewesen wäre», so einer der eingeladenen Anwohner. Tatsächlich verlief die Besprechung mit den Behörden konstruktiv. Die Oberdörfer liessen aber keinen Zweifel darüber, dass sie den Versprechungen der Verantwortlichen der Seilbahn Weissenstein AG nicht mehr allzu grossen Glauben schenken. Viele der vom Baugesuch Betroffenen werden einsprechen. Zu rudimentär erscheinen ihnen die Pläne, die aufgelegt wurden. Zu vieles bleibt unklar. Am meisten stören sich die Anwohner an der Informationspolitik der Seilbahn.

Konkret bemängelt wurden die fehlende Entwässerung der Parkplätze. Schon jetzt würde oft Dreck und Kies auf die Strasse und die privaten Vorplätze gespült. Als problematisch wurde auch die Ein- und Ausfahrt auf den Hubel-Parkplatz angesehen. Zu reden gab die fehlende Bepflanzung. Diese sei schon vor 30 Jahren vom Kanton gefordert worden, meinte einer der Anwohner. Ebenso wurde gewünscht, dass der Überlaufparkplatz nicht gekiest, sondern begrünt wird.