Kriegstetten
Parkplatz beim Schulhaus: Gemeindeversammlung wählt sparsame Variante

Die Gemeindeversammlung hat entschieden, dass der Parkplatz beim Schulhaus für 22 000 Franken ausgebessert werden soll. Den Stichentscheid dazu gab Martin Küng, der sich für das Sparen und für mehr Parkplätze aussprach.

Rahel Meier
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Der Parkplatz wird planiert und ausgebessert. Damit bleiben 22 Parkplätze bestehen.

Der Parkplatz wird planiert und ausgebessert. Damit bleiben 22 Parkplätze bestehen.

Rahel Meier

Im Januar 2013 wurde ein Kredit von 55 000 Franken für die Umgestaltung des Parkplatzes beim Schulhaus gesprochen. Jetzt wurde erneut abgestimmt. Diesmal lagen konkrete Projekte vor.

Variante 1, mit nur noch fünf Plätzen, wurde gleich zu Beginn gekippt. Danach gab es noch zwei Varianten. Die eine war den jetzigen Zustand zu belassen und den Platz zu planieren und auszubessern (Kostenpunkt: 30 000 Franken, 22 Plätze).

Der Gemeinderat favorisierte die Variante mit 14 Parkplätzen, bei dem vier Bäume gefällt und der Platz geteert oder mit Platten belegt würde (59 000 Franken). In der Abstimmung ergab sich ein 16:16.

Nachdem sich Manfred Küng im Gemeindegesetz schlau gemacht hatte, wusste er, dass er den Stichentscheid geben darf. «Ich bin fürs Sparen und sehe die Notwendigkeit der Parkplätze ein», meinte er. Und stimmte damit gegen den Antrag des Gemeinderates.

Unterstützung für Verwaltung

Immer noch hat die Finanzverwaltung Mühe und muss Altlasten abtragen. Damit sich die neue Angestellte dem Tagesgeschäft widmen kann, sind schon vor längerer Zeit zwei Aushilfskräfte zu je zehn Prozent angestellt worden, die mithelfen und Routinearbeiten übernehmen.

Dieses 20-Prozent-Pensum war befristet bis zum 30. Juni 2014 genehmigt worden. Nun stellte der Gemeinderat den Antrag, die 20 Prozent unbefristet fortzuführen. Dass die Verwaltung Unterstützung braucht, war unbestritten. Diskussionen gab es über die befristete oder unbefristete Anstellung. Für die befristete Lösung sprachen sich schliesslich 11 Stimmberechtigte aus. 18 (bei 33 Stimmberechtigten) gaben der unbefristeten Anstellung den Vorzug.

Rechnung eher Nebensache

Die Rechnung wurde am Donnerstagabend eher zur Nebensache. Sie schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 111 432 Franken ab (budgetiert 123 122 Franken). Ruedi Ziegler (Firma GemHelp) zeigte dabei auf, dass die Ergebnisse in Kriegstetten von Jahr zu Jahr stark schwanken.

Eine Blitzfusion?

Der Derendinger Gemeindepräsident Kuno Tschumi staunte am Donnerstagabend nicht schlecht. Sein Amtskollege Manfred Küng erteilte ihm das Wort und stellte ihn kurzerhand als «Gemeindepräsident von Kriegstetten» vor. Erst nachdem es Gelächter im Saal gab und Küng auf seinen Versprecher aufmerksam gemacht wurde, korrigierte er dies. Ob es wegen der Hitze war, oder der Wunsch nach einer Fusion Vater des Gedankens war, bleibt der Fantasie der Lesenden überlassen. (rm)

Letztes Jahr konnten beispielsweise bei den juristischen Personen nur wenig Steuern eingenommen werden. Dafür lag der Kantonsbeitrag an die Lehrerbesoldung deutlich höher. Positiv sei der Buchgewinn, der durch Veräusserung von Bauland realisiert werden konnte.

Angekündigt wurde eine Diskussion über die Gebühren für die Spezialfinanzierungen im kommenden Dezember. Die Abfallentsorgung ist seit vielen Jahren defizitär, hier sei eine Erhöhung unumgänglich, so Ressortleiter Roger Gerber. Dafür könnte es in der Wasser- und Abwasserentsorgung eine Entlastung geben.

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