Die Fläche des Betriebsgeländes beträgt um die 30 Hektaren. Weitere gut 48 Hektaren Land umfassen vor allem Landwirtschaftsfläche und zu einem kleineren Teil Wohn- und Industriereserveland. Über den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Wie Sappi mitteilt, tangiert der Verkauf des Betriebsgeländes den im Zuge der Betriebsschliessung beschlossenen Sozialplan nicht. Der südafrikanische Konzern unterhält weiterhin ein Verkaufsbüro für die Schweiz in Solothurn.

Für die HIAG Immobilien hat der Standort Potenzial

HIAG Immobilien zählt nach eigenen Angaben zu den führenden Immobilienentwicklern von Gewerbe- und Industriearealen in der Schweiz. Das Portfolio des Familienunternehmens hatte vor dem Kauf des Papieri-Areals einen Marktwert von rund 0,8 Mia. Franken und umfasste rund 1,5 Mio. m2 Landfläche sowie 0,6 Mio. m2 Nutzfläche.

«In einem ersten Schritt werden wir prüfen, ob und wie sich die bestehenden Anlagen nutzen lassen», erklärt Frank Butz, Verantwortlicher Kommunikation und Content der HIAG. Auf das Areal wurde das Unternehmen durch die Sappi selber aufmerksam. «Das Areal stellt mit seinen grossen Flächen, den bestehenden Anlagen, der direkten Bahnanbindung und der Nähe zur Autobahn einen Standort mit Potenzial dar», so Butz.

«Ein wichtiger Schritt»

Die Gemeinde Biberist, wie auch der Kanton sind über den Verkauf informiert worden. «Für die Gemeinde ist das ein wichtiger Schritt. Jetzt können wir zusammen mit der neuen Eigentümerschaft planen. Der Weg für die Zukunft ist frei», sagt Gemeindepräsident Martin Blaser auf Anfrage. Erste Gespräche hätten bereits stattgefunden.

Biberist hat mit dem leer stehenden Areal eine riesige Fläche für Neuansiedlungen von Arbeitsplätzen. Diesbezüglich liegt gemäss dem räumlichen Leitbild der Gemeinde der Schwerpunkt der Ortsplanung an der Solothurnstrasse.

Das Papier war allerdings vor der Schliessung der Papierfabrik von der Gemeindeversammlung verabschiedet worden. «Nun liegt unser Fokus ganz klar beim Papieri-Areal», so Blaser. Abgesehen davon würde der Kanton bei der Ortsplanungsrevision kaum eine zusätzliche Gewerbezone an der Solothurnstrasse bewilligen.