Thomas Bichler, CEO der Saber Swiss Quality Paper in Balsthal, bestätigt einen Bericht von Radio 32 von gestern, wonach die zu einem indischen Konzern gehörende Papierfabrik schon bald wieder den Besitzer wechseln könnte.

«Das ist denkbar, aber es gibt verschiedene Modelle, die wir zurzeit prüfen», erklärt Bichler. Fakt ist: Aus eigener Kraft oder mit Bankkrediten kann Saber die geplanten Investitionen in die Papiermaschine nicht finanzieren. Auch der gegenwärtige Besitzer, eine indische Familienholding, steckt in wirtschaftlichen Schwierigkeiten und kann oder will das Geld nicht aufbring en. Für Bichler ist ein Verkauf oder ein Teilverkauf der Fabrik möglich. Wichtig sei, dass die seit Jahren vernachlässigten Investitionen nachgeholt werden könnten. Die wiederholten Besitzerwechsel hätten die Papierfabrik laufend Substanz gekostet, so Bichler. Theoretisch sei auch der Verkauf von weiterem Land denkbar. Konkrete Interessenten fehlen aber bisher.

«Mehrere Interessenten»

Zurzeit würden mit mehreren Investoren aus dem In- und Ausland verhandelt. Er hoffe, dass bis Ende September Resultate vorliegen, so der Swiss Quality Paper-CEO.

Ziel der Investitionen sei es, die Produktion in Balsthal gänzlich auf technische Spezialpapiere für den Export auszurichten. Zurzeit werden noch 25 Prozent des Geschäfts mit wenig rentablen Krepp-Papieren (Commodity paper) erzielt.

Eine gefragte Spezialität aus Balsthal ist demgegenüber beispielsweise Trägerpapier für Klebebänder. Ein weiterer Stellenabbau sei mit der geplanten Umstellung nicht verbunden, erklärt Bichler.