Bolken
Oskar Fluri präsentiert neue Werke im Näijere-Huus

Oskar Fluri zeigt in seiner dritten Ausstellung im Näijere-Huus neue Werke. Dazu gehören feinfühlige Zeichnungen, Malereien und Stelen zum Themenkreis Undinen und anderen Fabelwesen aus der nordischen Sagenwelt in vorwiegend blauer Atmosphäre.

Hans R. Fröhlich
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Undinen beschäftigten Oskar Fluri in seinen neusten Werken.

Undinen beschäftigten Oskar Fluri in seinen neusten Werken.

hrf

Oskar Fluri ist in seiner Vielseitigkeit seit Jahrzehnten eine bekannte Persönlichkeit, die mit ihrem Wirken weit über Bolken und das Wasseramt hinaus geschätzt wird. Seit diesem Jahr ist Oskar Fluri pensioniert. Er war unter anderem an der Kantonsschule Solothurn als Zeichenlehrer tätig. Ebenso geschätzt und bekannt geworden sind seine Arbeiten als Bühnenmaler, Bühnenbildner und Regisseur. Neben handwerklichem Geschick gehört auch seine Musikalität zu seinen Talenten, das er als Cellist im Rahmen einer musikalischen Einführung zum Ausstellungsthema «Undenen» mit seinem Familien-Ensemble zeigte. Hanspeter Bader las auf diese Sagenwelt abgestimmte Texte vor.

Weibliche Wassergeister

Nach Paracelsus «verkörpern» die Undenen oder Undinen weibliche jungfräuliche Wassergeister, die zu den halbgöttlichen Elementargeistern gehören und die er demnach auch dem Element Wasser zugeordnet hat. Diesen flüchtigen Wesen als vorwiegend männliche Projektionen einer vergeistigten Weiblichkeit zu begegnen, ihrer habhaft zu werden oder gar ihre Verkörperung zu erleben, ist Oskar Fluri seit Jahren auf der Spur. In seinen neuen Arbeiten ist es ihm gelungen, diese vergeistigten Gestalten aus der Vorstellung heraus mit einer feinfühligen, transparenten, oft mit Acryl verstärkten Aquarelltechnik auf Papier zu bannen.

Die auf den weiblichen Schoss fokussierten Akte, mit den zeichnerisch betonten weiblichen Konturen, werden mittels Gliederung in mehrheitlich geometrische Teilflächen in den drei Grundfarben und mit betonten horizontalen und waagrechten Akzenten entmaterialisiert.

Öl auf Leinwand

Mit seiner lasierenden, feinfühligen Schichtenmalerei gelingt es Fluri zudem, mit dem Ausspielen von Rot und Blau eine Raumtiefe zu erreichen. Das Feenhafte und Ungegenständliche erreicht Oskar Fluri andererseits auch mit der Reduktion des Bildgeschehens, beziehungsweise mit unbemalten Flächen. Dazu im Gegensatz stehen frühere Arbeiten in Öl auf Leinwand, quasi aus der Sturm- und Drangzeit mit intensiven Farbtönen in emotionalem Duktus.

Viele kleinformatige, transparente Zeichnungen mit Bleistift sind pflanzlich, organischen Themen gewidmet. Mit differenzierter Strichintensität wird hier eine gewisse Raumtiefe erreicht. Diese wird gesteigert in seinen grossformatigen Texturen mit Farbstiften, horizontal auf selbstgezimmerten Sockeln präsentiert.

Oskar Fluri zeigt damit die Möglichkeit, ein dichtes Netzwerk von allen Seiten betrachten zu können. Feingliedrige mannshohe Stelen (Holz und Acryl) in rhythmisch geschwungenem Aufbau und von unten nach oben von Blau zu Pink wechselnden Pastelltönen zeigen das fast Unsichtbare der Undinen.

Bis 28. Oktober, Oskar Fluri im Näijere-Huus, Bolken. Öffnungszeiten: Sa/So, 14–17, Mi, 15–18 und Fr, 18–20 Uhr.

Oskar Fluri zeigt in seiner dritten Ausstellung im Näijere-Huus neue Werke. Dazu gehören feinfühlige Zeichnungen, Malereien und Stelen zum Themenkreis Undinen und anderen Fabelwesen aus der nordischen Sagenwelt in vorwiegend blauer Atmosphäre.