Fusion
Ortsfeuerwehren werden zur Regionalfeuerwehr Mittelthal

Aedermannsdorf, Herbetswil und Matzendorf. Diese drei Ortsfeuerwehren planen den Zusammenschluss per Anfang 2014. Bereits seit zwei Jahren arbeiten die drei Feuerwehren eng zusammen.

Alois Winiger
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17./18. August 2012: Der Grossbrand in Herbetswil wurde zur ungewollten Belastungsprobe der drei Feuerwehrkorps.

17./18. August 2012: Der Grossbrand in Herbetswil wurde zur ungewollten Belastungsprobe der drei Feuerwehrkorps.

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Was bereits seit zwei Jahren in Form von gewachsener Zusammenarbeit praktiziert wird, soll per Anfang 2014 mit dem Zusammenschluss besiegelt werden: Die Regionalfeuerwehr Mittelthal, bestehend aus den Ortsfeuerwehren Aedermannsdorf, Herbetswil und Matzendorf. Eine ungewollte, schwere Belastungsprobe hatten diese drei Korps in der Praxis im August dieses Jahres zu bewältigen, als in Herbetswil der grosse landwirtschaftliche Betrieb am Wisweg in einem Flammeninferno aufging.

Bei diesem Grossereignis kam zugute, dass die drei Ortsfeuerwehren seit Längerem gemeinsame Übungen durchführen. Weil sich herausgestellt hat, dass diese Form der Übungen bessere Bedingungen bieten, werden sie in nächster Zeit noch intensiviert. Hinzu kommt, dass seit zwei Jahren ein Tagespikett breitgestellt wird, zusammengesetzt aus Leuten, die in der Nähe ihres Wohnortes arbeiten und schnell verfügbar sind. Auch hier gab es bereits Einsätze in der Praxis, bei denen sich die Zusammenarbeit gut bewährt hat.

Pro Gemeinde ein Löschzug

Die Praxis funktioniert also bereits weitgehend, jetzt gilt es noch, die geplante gemeinsame Zukunft schriftlich festzulegen. Unter anderem darum kümmert sich eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Philip Bieli, Leutnant der Feuerwehr Matzendorf. «Die Arbeiten sind weit fortgeschritten, die Reglemente liegen im Entwurf vor», erklärt er. «Der Weg für die Zusammenarbeit ist eingeschlagen.

Wir sehen die Zukunft darin, dass in jeder der drei Gemeinden ein Löschzug aufrechterhalten wird, die dann jedoch unter der Leitung eines einzigen Kommandanten stehen.» Heute kommandiert Pascal Rumpf die Feuerwehr Aedermannsdorf; André Fluri ist in Herbetswil zuständig, und in Matzendorf steht Roger Stalder an der Spitze. Komme es zu einem Einsatz, so gelte wie bisher, dass der erste am Platz eintreffende Offizier die Funktion des Einsatzleiters wahrnehme, erklärt Philip Bieli.

Dem Personalmangel vorbeugen

«Mit dem Zusammenschluss will man auch einem möglichen Personalmangel vorbeugen. Aktuell mangelt es, so wie es auch von anderen Ortsfeuerwehren bekannt ist, an Gruppenführern beziehungsweise Unteroffizieren», sagt Philip Bieli. Der künftige Mindestbestand an Angehörigen pro Korps, oder eben pro Löschzug, würde dann 25 betragen.

In den drei beteiligten Orten finden in den nächsten beiden Wochen die ordentlichen Budgetgemeindeversammlungen statt, an denen zu dem Vorhaben Regionalfeuerwehr Mittelthal informiert wird. In Matzendorf am nächsten Montag, 10. Dezember; in Herbetswil am Dienstag, 11., und in Aedermannsdorf am Mittwoch, 19. Dezember. «Ich sehe dem Zusammenschluss sehr zuversichtlich entgegen», betont Philip Bieli. «Wir funktionieren nämlich jetzt schon wie eine einzige Feuerwehr. Und dies nicht nur in technischer Hinsicht, sondern auch, was genau so entscheidend ist, in Bezug auf die Kameradschaft.»

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