Ein Zufall sorgte im Jahr 1968 dafür, dass im solothurnischen Leimental aus zwei Feuerwehren eine wurde. Der Kommandant der Feuerwehr Hofstetten und derjenige der Feuerwehr Flüh gingen fast gleichzeitig in Pension. Um sich die Suche nach einem Nachfolger zu erleichtern und dem Personalnotstand entgegenzuwirken, entschied man sich zu einer Fusion.

Was damals im Schwarzbubenland geschah, ist heute in der Schweiz alltäglich. Im Dorneck machten die beiden einst getrennten Feuerwehren mit dem Zusammenschluss grösstenteils gute Erfahrungen. Morgen Samstag feiert die Feuerwehr Hofstetten-Flüh mit der Bevölkerung ein grosses Jubiläumsfest. «Wir nutzen die Feierlichkeiten zu unserem 50-jährigen Bestehen, um einen Blick zurückzuwerfen», sagt Kommandant Thomas Winteregg.

Rund 30 Feuerwehrfahrzeuge konnten die Verantwortlichen organisieren, die durch Hofstetten-Flüh defilieren werden. Rund die Hälfte davon sind nicht mehr fahrtüchtige Oldtimer. Dazu gehört der vom Feuerwehrverein der Stadt Laufen liebevoll gepflegte Saurer mit Baujahr 1926. Das im Volksmund «Omeli» genannte Feuerwehrauto ist die älteste noch fahrtüchtige Automobilspritze der Schweiz.

Höchster Hubretter der Schweiz

Am Jubiläumsanlass rund um die Mehrzweckhalle Mammut kann die Feuerwehr Hofstetten-Flüh Kollegen aus der Region und dem ganzen Land begrüssen. «Besonders freuen wir uns auf die IG Modellfeuerwehr Schweiz», erzählt Winteregg. Massstabsgetreue Modellfahrzeuge werden Feuer löschen und vor allem die jüngeren Besucher begeistern. Aus Muttenz reist die Jugendfeuerwehr an, aus Basel der mit 55 Metern höchste Hubretter der Schweiz. Normalerweise steht das Gefährt in Diensten der Werkfeuerwehr der Roche. Für Geselligkeit sorgen die Unterhaltungsband Plausch-Brüeder sowie eine Festwirtschaft.

«Natürlich nutzen wir die Veranstaltung auch dazu, neue Mitglieder zu rekrutieren», sagt Kommandant Thomas Winteregg. Man richte sich dabei vor allem an Zuzüger sowie an Personen, welche die Feuerwehr verlassen haben. «Oft treten Feuerwehrleute mit etwa Mitte 20 aus beruflichen Gründen aus dem Dienst aus. Unser Ziel ist es, sie später zurückzuholen.»

Gleichzeitig betont Winteregg aber auch, dass die Feuerwehr Hofstetten-Flüh mit rund 50 Aktiven generell gut aufgestellt sei. Darunter befände sich eine Handvoll Frauen, worüber er sich sehr freue. Einen Wunsch hat der Kommandant dennoch: «Es wäre toll, wenn bald auch eine Frau dem Kader angehören würde.»

Samstag ab 10 Uhr, rund um die Mehrzweckhalle Mammut in Hofstetten-Flüh.