Derendingen
OK-Präsident Jodlerfest: «Ich bin sehr zufrieden und erfreut»

Der OK-Präsident des Nordwestschweizerischen Jodlerfestes Ulrich Bucher zieht eine positive Bilanz. Er spricht über die Sicherheit, den Jodlerfest-Charakter und die Juroren .

Rahel Meier
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Ueli Bucher war als OK-Präsident und Jodler im Jodlerchörchli Zuchwil unterwegs.

Ueli Bucher war als OK-Präsident und Jodler im Jodlerchörchli Zuchwil unterwegs.

Hanspeter Bärtschi

Ulrich Bucher, wie geht es Ihnen heute?

Ulrich Bucher: Ich bin sehr zufrieden und erfreut. Das Jodlerfest verlief gut.

Sind Sie müde?

Schon. Aber es geht einigermassen. Ich bin sehr bewusst immer relativ früh nach Hause gegangen, damit ich zu genügend Schlaf kam.

Aber die Jodler sind ja bekannt dafür, dass sie gerne und lange festen, oder nicht?

Das ist richtig. Wir haben allerdings keine Bewilligung für eine Freinacht erhalten. Das ist offenbar im Kanton Solothurn nicht möglich. Auf der Bewilligung stand deshalb: «Die Beizli müssen um 4 Uhr schliessen. Um 5 Uhr dürfen sie dann wieder aufmachen. Ausserdem wissen wir, dass das vor Ort wohl anders gehandhabt wird.» Daran haben sich alle gehalten.

Die Polizei war direkt vor Ort, die Securitas im Einsatz. Brauchte es diese Leute überhaupt?

Offensichtlich gab es keinerlei Probleme. Die Kantonspolizei hat selbst entschieden, eine Einsatzzentrale vor Ort hinzustellen. Die Securitas haben wir aufgeboten. Laut meinen Informationen gab es absolut keine Vorkommnisse. Auch keinen Diebstahl. Das ist bei so vielen Leuten doch eher aussergewöhnlich. Ich bin froh, dass der Jodlerfest-Charakter auch bei uns so geblieben ist, wie man ihn kennt: Festen und friedlich bleiben. Als kleines Beispiel: Beim Mitternachtsjutz blieben alle Zuschauer auf den Holzschnitzeln stehen. Es gab keine Absperrungen, keine Anweisungen. Weil es stark regnete, hat niemand den Rasen betreten. Die Jodler sind einfach so.

Gibt es schon Zahlen, wie viele Zuschauer am Fest waren?

Ich habe mit der Polizei und den Sicherheitsleuten gesprochen. Am Umzug am Sonntag waren es rund 20 000 Leute. Rechnen wir die Besucher am Freitag und Samstag dazu, waren es über 32 000 Personen.

Sie waren ja nicht nur als OK-Präsident beschäftigt, sondern auch aktiv Mitglied des Jodlerchörli Zuchwil. Hat sich Ihr Chor für das Eidgenössische Jodlerfest in Davos qualifiziert?

Ja. Wir sind qualifiziert. Wie alle anderen Trägervereine auch. Ich habe aber festgestellt, als ich die Klassierungsliste ansah, dass die Juroren strenger werden. Es gab viele Klubs und Vorträge, die mit einer 3 bewertet wurden. Auch Klubs, von denen man sich das in Jodlerkreisen nicht unbedingt gewöhnt ist.

Sind die Hilfskräfte schon wieder mit dem Abbauen der Infrastruktur beschäftigt?

Natürlich. Das hat schon am späteren Sonntagnachmittag begonnen. Aber es dauert wohl eine Woche, bis wirklich alles weggeräumt ist. Die Holzschnitzel, die überall auf dem Gelände ausgelegt waren, sind noch nass.