Fasnacht Subingen

Oeschenzunft organisiert die Subinger Fasnacht und feiert ihr 50-Jahr-Jubiläum

Die sechs Zünftler beim Bänkli-Singen am diesjährigen Hilari.Hans ulrich mülchi

Die sechs Zünftler beim Bänkli-Singen am diesjährigen Hilari.Hans ulrich mülchi

Die Oeschzunft weist mit dem heutigen Motto «mir fiire» auf ihr 50-Jahr-Jubiläum hin. Dieses Jahr liegen die Organisation des Hilari, sowie der schmutzige Donnerstag mit den Chessleten und der Beizenfasnacht in der Verantwortung der Zunft.

Zurzeit besteht die Oeschzunft noch aus sieben Mitgliedern. «Als ich vor mehr als 20 Jahren begann, hiess es, wir haben so rund elf Sitzungen im Jahr», lacht Zunftmeister Werner Engetschwiler.

In der Zwischenzeit können es bis zu 48 sein. Die Stunden zählen die Zünftler nicht. «Wir könnten schon noch neue Mitglieder brauchen», ist sich auch Ober Thomas Kopp bewusst. Trotzdem freuen sich die beiden gemeinsam mit Martin Jutzeler, Ruedi Schnider, Konrad Weiss und Norbert Rudolf von Rohr jedes Jahr auf die Fasnacht.

Das gemeinsame Arbeiten, Organisieren und die Freude am Zusammensein ist es denn auch, dass die Zunft am Leben erhält. Denn laut Statuten müssten es 13 Mitglieder sein, weiss Hans Ruedi Ingold, der selbst auch einmal Ober der Oeschzunft war.

Subinger Spezialität

Die Oeschzunft ist heute verantwortlich für die Organisation des Hilari. Auch der Schmutzige Donnerstag mit den Chessleten und der abendlichen Beizenfasnacht liegt in der Verantwortung der Zunft.

Der Hauptanlass der Oeschzunft ist aber eine Subinger Spezialität: Die Altfasnacht, die jeweils am Samstag nach dem Aschermittwoch stattfindet. Vorgängig wird auch der Böög verbrannt.

Fasnacht machen, das heisst für die Zünftler Räume dekorieren, Gruppen suchen und einladen, die auftreten, Schnitzelbänke schreiben und singen, eine Fasnachtszeitung herausgeben, den Kreisel mitten im Dorf dekorieren, sich ein Motto ausdenken, eine Fasnachtsplakette kreieren und noch vieles mehr.

Daneben beteiligen sich Subinger Dorfvereine an der Fasnacht. So führt der Fussballclub seit Jahren die Chesslernight am Mittwochabend durch. Seit einigen Jahren gibt es am Freitagabend die Stierebrätschete im «Kreuz» und der Kindermaskenball am Samstagnachmittag wird vom Turnverein durchgeführt. «An diesen Anlässen sind wir jeweils als Gäste dabei und helfen teilweise auch mit», so Ober Thomas Kopp.

Die Oeschzunft ist zudem auch ausserhalb der Fasnacht aktiv. Schon seit 1997 helfen die Zünftler bei der Seniorenweihnacht der beiden Kirchgemeinden mit. Nicht mehr von der Chilbi wegzudenken ist zudem die Pizzastube, die von der Oeschzunft jeweils betrieben wird.

Maskenbälle nicht mehr gefragt

Gegründet wurde die Oeschzunft standesgemäss am 13. Januar 1964 von sechs Fasnächtlern. Zu Beginn nannten sich die Zünftler «Stierenarre vom Oeschparadies». Schon im ersten Jahr gaben sie den «Oeschjoggeli, eine Fasnachtszeitung, heraus.

Nach dem 25-Jahr-Jubiläum wurde die Kinderfasnacht ins Leben gerufen. Damals trafen sich die Kinder am Schmutzigen Donnerstag zu Konfettischlachten und vergnügten sich in ihren Kostümen. Heute ist die Kinderfasnacht fester Bestandteil und steht am Samstag im Programm.

«Die Fasnacht hat sich verändert», das wissen Alt-Ober Hans Ruedi Ingold, Ober Thomas Kopp und Zunftmeister Werner Engetschwiler gut. Vor allem die Maskenbälle, aber auch die Tradition der Beizenfasnacht, sind verschwunden und durch andere Anlässe ersetzt worden.

Jubiläum wird zünftig gefeiert

Das Jubiläum der Oeschzunft wird an der Altfasnacht gefeiert. Dort treten neben der Zunft auch Schnitzelbankgruppen und Guggen auf. Speziell ist, dass heuer auch Ehemalige eingeladen sind und ehemalige Schnitzelbankgruppen für diesen einen Abend ein Revival geben.

«Traditionsgemäss gab es früher an der Altfasnacht immer ein sogenanntes Schlussbouquet, das durch die Zunft gestaltet wurde. Dies ist etwas eingeschlafen und wir wollen es neu beleben. Heuer gibt das Jubiläum-Bouquet», erklärt Thomas Kopp.

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