Oberdorf
Oberdorfer Kinder spielen selbstgeschriebene Weihnachtsgeschichte

Engel, Römer, Hirten und Wirten: In der Wallfahrtskirche in Oberdorf präsentieren Kinder und Jugendliche ihre selbst geschriebene Weihnachtsgeschichte.

Carla Stampfli
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Hauptprobe des Krippenspiels in der Kirche Oberdorf
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Hauptprobe des Krippenspiels in der Kirche Oberdorf
Hauptprobe des Krippenspiels in der Kirche Oberdorf
Hauptprobe des Krippenspiels in der Kirche Oberdorf
Hauptprobe des Krippenspiels in der Kirche Oberdorf
Hauptprobe des Krippenspiels in der Kirche Oberdorf
Hauptprobe des Krippenspiels in der Kirche Oberdorf
Engagierte Engeli während des Weihnachtsspiels.
Hauptprobe des Krippenspiels in der Kirche Oberdorf
Hauptprobe des Krippenspiels in der Kirche Oberdorf
Hauptprobe des Krippenspiels in der Kirche Oberdorf

Hauptprobe des Krippenspiels in der Kirche Oberdorf

Hanspeter Bärtschi

«Josef, ich bin dein Engel und werde dich begleiten», flüstert der Engel. «Wer schickt dich?», fragt Josef. «Der Herrgott schickt mich», antwortet der Engel. Maria sagt zu Josef, dass sie Gott und dem Engel vertrauen können und so machen sie sich, in Begleitung des Engels, auf den Weg nach Bethlehem.

Heute Montag um 16.30 Uhr wird in der barocken Wallfahrtskirche in Oberdorf zum neunten Mal das traditionelle Weihnachtsspiel zu sehen sein. Pfarrer Agnell Rickenmann wird das Weihnachtsspiel, das innerhalb des ökumenischen Familiengottesdienstes stattfindet, einleiten. Engel werden dabei im Mittelpunkt stehen. Sie begleiten nicht nur Maria und Josef auf ihrem Weg nach Bethlehem, sondern schützen auch Obdachlose und junge Frauen, mischen sich unter Römern, Hirten und Wirten oder tanzen zusammen mit spielenden Kindern. Die Ursprungsidee stammt aus dem Gemeindewappen von Oberdorf, dem Erzengel Michael. «Wir wollten ein Stück für Oberdorf schreiben», erklärt Organisatorin Eva Birri, von der ökumenischen Familiengottesdienstgruppe. Engel, Kinder und Jugendliche werden zusammen mit dem Publikum singen und gemeinsam das Weihnachtsfest einläuten.

Ideenreiche junge Frauen

Zum ersten Mal wurde ein Teil des Weihnachtsspiels von Jugendlichen selbst geschrieben. Flurina Birri nahm schon als Vierjährige am Weihnachtsspiel in der Wallfahrtskirche in Oberdorf teil. Heute führt die Zwölfjährige zusammen mit ihrer Schwester Marisa und den drei Freundinnen Julia Steiger, Nadja Rothenbühler und Rahel Pomaro ihren selbst geschriebenen Teil im Weihnachtsspiel auf. «Auch wenn wir ein bisschen grösser geworden sind, wollten wir weiterhin am Weihnachtsspiel mitmachen», sagt Flurina Birri.

Schon im Sommer seien sie zusammengekommen, hätten Ideen gesammelt und die Rollen verteilt. Unterstützt wurden die fünf Freundinnen von Theaterpädagogen Pius Portmann. Es sei ihnen am Herzen gelegen, dass die Zuschauer nicht nur ein «herziges» Weihnachtsspiel zu sehen bekommen, sondern dass sie sich Gedanken machen sollten, was überhaupt hinter der Weihnachtsgeschichte stecke. Auch die Organisatorinnen der ökumenischen Familiengottesdienstgruppe begrüssen die Initiative der jungen Frauen. Es sei schön, wie sie sich auch philosophisch mit dem Thema Weihnachten auseinandergesetzt hätten.

Musikalische Unterstützung

In diesem Jahr wird das Weihnachtsspiel neu von einer Chorleiterin geführt. Odette Tobler sorgt zusammen mit Musiklehrerin Sabine Lehmann in der Wallfahrtskirche für weihnachtliche Stimmung: «Das isch dä Schtärn vo Bethlehem» oder «Was isch das für ä Nacht», stehen auf dem Programm. «Alle, die im Weihnachtsspiel mitwirken, sind zwischen drei bis 15 Jahre alt. So versuchten wir jedem Kind die Rolle zuzuteilen, die es gerne spielen wollte», sagt Organisatorin Eva Birri.

Es sei eindrücklich, wie die Kinder die Weihnachtsgeschichte mitlebten und sich mit ihrer Rolle identifiziert hätten. Während der Hauptprobe am vergangenen Samstag fragte Mitorganisatorin Käthi Rothenbühler die Engel, ob sie müde seien. Ein Engeli antwortete daraufhin, dass es jetzt am liebsten auf ein Wölkli schlafen gehen würde. Ein Weihnachtsspiel, bei dem die Weihnachtsgeschichte im Vordergrund steht und das alle Mitwirkenden mit viel Liebe auf die Beine gestellt haben.

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