Biberist
Nun wird über den Preis für die Asylunterkunft verhandelt

Die Verhandlungen um die Asylbewerberunterkunft in der Zivilschutzanlage Grüngen gehen in die nächste Runde. Gemeindepräsident Martin Blaser will mit dem Besitzer des Grundstückes über das Entgelt verhandeln.

Rahel Meier
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Der Eingang zur Zivilschutzanlage Grüngen. Der Besitzer des Grundstückes will ein Entgelt für die Nutzung.

Der Eingang zur Zivilschutzanlage Grüngen. Der Besitzer des Grundstückes will ein Entgelt für die Nutzung.

Hansjörg Sahli

«Der Gemeinderat Biberist weist das Ausweisungsbegehren zurück.» Das ist das Fazit einer Diskussion unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Bekannt ist, dass der Besitzer des Grundstückes, auf dem die Zivilschutzanlage Grüngen gebaut wurde, die Räumung der Anlage forderte. Bekannt ist auch, dass er später auf diese Forderung verzichtete, dafür aber ein Entgelt fordert. Wie hoch dieses ist, will Gemeindepräsident Martin Blaser nicht sagen. «Wir unterbreiten ihm auch ein Angebot», so Blaser auf Anfrage. Dieses sei «weniger hoch», als dasjenige, das der Besitzer abgegeben hat.

Der Gemeinderat hat Martin Blaser damit beauftragt, zu verhandeln. Ebenso wird ein Anwalt eingeschaltet. «Wir streben klar eine Lösung auf dem Verhandlungsweg an», erklärt Blaser weiter. Die Zivilschutzanlage ist in der Zwischenzeit bereits mit gegen 40 Asylbewerbern belegt. Diese könne man nicht einfach ausweisen. Der Gemeinderat Biberist nehme hier seine Verantwortung gegenüber diesen Menschen und gegenüber den kantonalen Behörden wahr, so Blaser.

Ausländische Experten holen

Martin Blaser informierte seine Gemeinderatskollegen auch über die Verhandlungen mit der Stahl Gerlafingen AG. Die Verantwortlichen des Werks hätten überzeugend dargelegt, dass es künftig keine Verpuffung mit solch gravierenden Folgen mehr geben könne, wie letzten Juli. Der Kanton Solothurn, der ebenfalls in der Arbeitsgruppe vertreten ist, will Experten aus Deutschland beiziehen, um die Problematik untersuchen zu lassen. Laut Blaser wurde ein Massnahmenkatalog erstellt, in dem definiert ist, was zu tun ist, damit die Bevölkerung geschützt ist. Dazu würden alle Optionen geprüft. Schon im vorletzten Gemeinderat wurde dieses Thema angesprochen.

Der Gemeinderat wurde über den momentanen Gang der Geschäfte der Energieversorgung Biberist (EVB) orientiert. Die EVB sei weiterhin «auf Kurs», wie der Zwischenabschluss belege. Das Budget 2015 sieht einen etwas höheren Cashflow vor als dasjenige für 2014. Die Energietarife bleiben auf dem Niveau von 2014.