Recherswil
Nun steigt der Preis für eine Gemeindetageskarte auch in Recherswil auf 40 Franken

Wie in den meisten Gemeinden soll eine Tageskarte der Gemeinde auch in Recherswil 40 Franken kosten, dies hat der Gemeinderat nun beschlossen. Weiter wurde beschlossen, das Last-Minute-Ticket abzuschaffen.

Marlene Sedlacek
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Die «Tageskarte Gemeinde»: Eine willkommene Dienstleistung vieler Kommunen für ihre Einwohnerinnen und Einwohner.

Die «Tageskarte Gemeinde»: Eine willkommene Dienstleistung vieler Kommunen für ihre Einwohnerinnen und Einwohner.

40 Franken ist der durchschnittliche Preis, den die Gemeinden für eine Tageskarte der SBB verlangen, konnte man kürzlich in dieser Zeitung lesen. Auf Antrag des Gemeindepräsidenten Hardy Jäggi beschloss der Gemeinderat diskussionslos eine Preiserhöhung auf eben diesen Betrag.

Obwohl die SBB den Kaufpreis der Gemeinde-Tageskarten jährlich erhöhten, hätte Recherswil die Preise letztmals im 2011 angepasst, begründete Jäggi den Antrag. Dass der Verkauf der Tageskarten für die Gemeinden nicht rentiere, haben auch andere Kommunen festgestellt, vor allem wenn man die Verwaltungskosten dazurechnet. «Es ist mehr eine Dienstleistung, als ein einträgliches Geschäft», betonte Jäggi.

Der Antrag zur Abschaffung des Last-Minute-Tarifs gab Anlass zu einer regen Diskussion. Maria Rothenbühl befürchtete, dass dadurch weniger Karten verkauft würden, da viele Leute das Billett nur nähmen, weil es lediglich 25 Franken kostet.

Dass man bereits am Donnerstag ein Last-Minute-Ticket für den Montag kaufen konnte, weil die Gemeindekanzlei am Freitag geschlossen ist, hätte immer wieder zu Diskussionen am Schalter geführt.

Extra wegen der Tageskarten die Kanzlei am Freitag zu öffnen, rentiere aber nicht. Mit vier Jastimmen, einem Nein und einer Enthaltung sprach sich der Rat für die Abschaffung aus.

Nur noch eine Sammelstelle

Der Gemeinderat stimmte dem Betriebsreglement für die Tierkörpersammelstelle in Zuchwil zu. Der Baurechtsvertrag für die Sammelstelle in Subingen war Ende 2013 ausgelaufen und konnte nicht verlängert werden.

Somit wird die Anlage in Subingen rückgebaut. Das bedeutet für die 15 der Sammelstelle Subingen angeschlossen Gemeinden, dass sie sich zu einem Pauschalbetrag von 46 000 Franken bei der Anlage in Zuchwil einkaufen müssen.

Der Gemeinderat findet einen Zusammenschluss sinnvoll, zumal sich für Recherswil, das an Zuchwil angeschlossen ist, nichts ändert, ausser dass es von der Einkaufssumme Geld in die Kasse gibt. Den Standort beim Zweckverband der Abwasserregion Solothurn-Emme (ZASE) in Zuchwil scheint dem Gemeinderat optimal.

Kein geeigneter Platz

Die Rotarier suchen einen geeigneten Platz zu kaufen, den sie Jugendorganisationen wie der Pfadi, oder Schulen zur Durchführung von Zeltlagern zur Verfügung stellen möchten. Sie sind mit einem Brief an den Gemeinderat gelangt. Hardy Jäggi bezweifelt, dass in Recherswil ein passender Platz von der Grösse von 15 000 Quadratmetern für dieses Projekt vorhanden ist.

Probleme sieht er auch in der geforderten Erreichbarkeit sanitärer Einrichtungen und der Zuführung von Wasser für die WC-Anlagen. Ihm sei auch kein Landbesitzer bekannt, der sein Land dafür hergeben würde.