Härkingen
Notbrücke über die A1 wird bald nicht mehr gebraucht

Voraussichtlich Anfang November wird die neue Brücke über die A1 für Verkehr freigegeben. Die Brücke musste als eine von sieben Querungen im Kanton für die Autobahnerweiterung auf sechs Spuren verbreitert werden.

Erwin von Arb
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Die vor rund einem Jahr angelaufenen Arbeiten für den Ersatz der 48 Jahre alten Brücke über die Autobahn A1 bei Härkingen neigen sich dem Ende zu. Heute werden die letzten Teile der Notbrücke entfernt, über welche der Verkehr umgeleitet wurde. Ersetzt werden musste die alte Brücke, weil ihr Lichtmass für die Erweiterung auf sechs Spuren nicht ausreichte.

Inzwischen ist die neue Brücke fertiggestellt und der Verkehr fliesst bereits einspurig über das 3,5 Mio. Franken teure Bauwerk. Derzeit werden noch die Anschlussbereiche an die Kantonstrasse bei der Fahrspur von Härkingen in Richtung Gunzgen angepasst, wie Esther Widmer vom Bundesamt für Strassen (Astra) erklärt.

Auf dem Programm stehen ferner Arbeiten an Trottoir, Kabelblock, Markierung und Beleuchtung. Vollständig für den Verkehr freigegeben wird die Brücke voraussichtlich Anfang November, je nach Witterung. Der endgültige Deckbelag wird allerdings erst im Frühling 2013 eingebaut. Bis Ende November sollten auch die Betonfundamente der Notbrücke weggespitzt sein, so Widmer.

Anpassungen bei zehn Brücken

Beim Ausbau der A1 zwischen Härkingen und Wiggertal müssen insgesamt zehn Über- und Unterführungen verbreitert werden. Sieben davon befinden sich im Kanton Solothurn, drei im Kanton Aargau. Bei der Verbreiterung der Fahrbahn muss auch schweres Gerät eingesetzt werden. Aktuell geschieht dies auf dem sechs Kilometer langen Abschnitt zwischen der Aarebrücke bei Ruppoldingen und der Verzweigung Härkingen.

Die knappen Platzverhältnisse sowie die Logistik sind dabei eine Herausforderung. Insgesamt kommen die Arbeiten gemäss Astra plangemäss voran. «Wir gehen davon aus, dass die Vorarbeiten termingerecht vor Weihnachten abgeschlossen werden», sagt Esther Widmer.

Der Einbau der ersten provisorischen Beläge unter Einbezug des Pannenstreifens in Richtung Zürich als Fahrbahn ist noch diese Woche geplant, sofern es das Wetter zulässt. Die definitiven Beläge werden erst Frühling 2013 eingebaut. Auf den Baustellen zwischen Wiggertal und Härkingen stehen derzeit 142 Arbeitskräfte im Einsatz. Der Ausbau auf sechs Spuren dauert gemäss Zeitplan bis 2014 und verursacht Kosten im Betrag von 230 Mio. Franken.

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