Dies ist nach der Inkraftsetzung des neuen eidgenössischen Raumplanungsgesetzes am 1. Mai praktisch unmöglich. Ruedi Bieri (Leiter Nutzungsplanung, Amt für Raumplanung) konnte dem Gemeinderat deshalb nicht allzu viel Hoffnung machen. Teilweise sind zudem Beschwerden beim Bau- und Justizdepartement hängig.

Kompensation als Lösung

Am einfachsten scheint die Lösung für den Dorfteil Aetingen zu sein. Dort möchten nämlich zwei Eigentümer, dass ihre Liegenschaften der Kernzone zugeteilt werden, damit die nicht mehr als Landwirtschaftsbetriebe genutzten Häuser ausgebaut werden können. Im Gegenzug wird das Grundstück gegenüber dem alten Schulhaus, das in der Oeba (Zone für öffentliche Bauten) liegt, in die Landwirtschaftszone rückgezont. Nur mit dieser Kompensation kann die Umzonung stattfinden.

Die Planung in Küttigkofen soll teilweise angepasst werden. Der Gemeinderat verzichtet auf die Reservezone, die in der heutigen Planung noch enthalten ist.

Schwierig wird es in Hessigkofen. Dort möchte der Harley-Davidson-Betrieb erweitern. Auch dafür wäre eine Einzonung nötig. Der Gemeinderat war sich einig, dass man den Betrieb und die Arbeitsplätze im Bucheggberg behalten möchte und deshalb eine Lösung suchen sollte.

Viel zu viele Überstunden

Auf der Verwaltung haben sich seit Januar insgesamt 450 Überstunden angesammelt. Die Regelung der Gemeinde sagt, dass Überstunden kompensiert werden müssen. Für Gemeindepräsidentin Verena Meyer ist aber klar, dass dies nicht möglich ist. Denn noch wurden beispielsweise keine Steuerrechnungen oder Gebührenrechnungen verschickt und auch die Bauverwaltung ist mit der Rechnungsstellung im Verzug. Verena Meyer schlug darum, in Absprache mit den Angestellten, vor, dass die Überstunden ausbezahlt werden sollen. Dies macht 20 000 Franken aus. Zudem solle eine Aushilfe in Form eines Springers angestellt werden, bis alle Pendenzen erledigt sind. Eine Mehrheit des Gemeinderates wollte aber eine andere Lösung. Thomas Stutz votierte als Erster dafür, dass eine Stelle ausgeschrieben und eine zusätzliche Person in einem 70-Prozent-Pensum angestellt werden soll. Die Idee, dass diese als Springer eingesetzt werden kann, wurde aber aufgenommen. Laut Gemeindeordnung sind noch genau diese 70 Prozent verfügbar. Dann sind die von der Gemeindeversammlung genehmigten Pensen voll ausgeschöpft. «So haben wir eine saubere Lösung, die auch tatsächlich eine Entlastung bringt», lautete der Grundtenor der Befürworter. Kommentar rechts