Luterbach
Neues Musikprojekt: «Frisch von der Leber weg»

Die «Örgeli-Spinner» sind ein musikalischer Sonderfall. Ihren ersten Auftritt hatten sie im Restaurant «Krone» in Luterbach. Das Publikum war begeistert.

Agnes Portmann-Leupi
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Musiker mit Leidenschaft: Martin Schütz, Hans Brog, Albert Boss und Amadeo Kronig (von links).

Musiker mit Leidenschaft: Martin Schütz, Hans Brog, Albert Boss und Amadeo Kronig (von links).

apb

Im vergangenen Sommer trafen sich vier leidenschaftliche Musiker. Martin Schütz, Hans Brog, Amadeo Kronig und Albert Boss sinnierten über ein etwas anderes Musikprojekt nach. Spass und Spielfreude sollten im Vordergrund stehen. Nach einer einstündigen Probe – die Instrumente sind mit Schwyzerörgeli, Akkordeon, Gitarre, Kontrabass, Piano, E-Bass beachtlich – war für die Musiktalente klar: «Das wird einschlagen.» Wo aber erstmals aufspielen? Der begeisterte Wirt, Paul Flück, des Restaurants «Krone» in Luterbach, selber ein Schwyzerörgelispieler, lud die Motivierten ein, im Wissen um ihr Können und ihre Spontaneität.

Von Ländler bis Blues

Während sich die Gäste am «Kronen-Spinner-Menü» erlabten, machten die «Örgeli-Spinner» den Auftakt mit der «Steiner Chilbi». «Unser Name kommt daher, weil wir alle ein bisschen spinnen», sagte Amadeo Kronig. «Wir haben eine ‹usinnige› Spielfreude aber wenig Mumm zum Proben. Unsere Musik entsteht frisch von der Leber weg auf der Bühne», machte er dem gut gelaunten Publikum klar. Faszination pur war es denn auch, was sich im wahrsten Sinne des Wortes abspielte. Die Spielfreude, genauer gesagt, die Fröhlichkeit, die Aufgeräumtheit und der Humor der vier Musiker waren unverkennbar und ansteckend.

Für das beflügelte Quartett reichte ein Gemurmel, eine entsprechende Mimik und das nächste Stück stand fest. Spontaneität, Einfühlung, Gespür und Flexibilität gehören unverkennbar zu ihren Stärken. Ein Genuss fürs Ohr, wenn sie Ländler, Polka, Schottisch, Walzer oder Blues mit Improvisationen und Soloeinsätzen, in Piano bis Fortissimo, anreicherten. Ein Genuss aber auch fürs Auge, dann nämlich, wenn die Finger von Housi, Amadeo, Martä und Bärtel über die Instrumente flitzten. Das Publikum applaudierte begeistert und sang entsprechend mit. So als möchte es die Ankündigung der «Örgeli-Spinner»: «Der Wirt hat Verlängerung bis Mitte November eingegeben», bewahrheitet wissen.

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