Feldbrunnen
Neue Pächter versuchen im «Durstigen Wanderer» ihr Glück

Und es geht doch weiter im «Durstigen Wanderer» in Feldbrunnen: Georgios Marinos will das Geschäft mit «kreativer Küche» wieder in Gang bringen. Er setzt auf eine Mischung aus südamerikanischer, griechischer und schweizerischer Küche.

Christof Ramser
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Georgios Marinos und Sabine Aeschbacher sind voller Tatendrang.

Georgios Marinos und Sabine Aeschbacher sind voller Tatendrang.

Zur Verfügung gestellt

Die Magnumflasche Metaxa vor dem Buffet und die breite Auswahl an griechischen Weinen in der Gaststube deuten an, in welche Richtung die Reise geht: «Internationale Küche» steht auf der neuen Speisekarte im «Durstigen Wanderer». Georgios Marinos, gebürtiger Grieche, will den Gästen in Feldbrunnen die Kost seines Heimatlandes schmackhaft machen. Hinzu kommt gutbürgerlich-schweizerische, mediterrane, mexikanische und bei Bedarf auch chinesische und japanische Küche.

Ein bunter Strauss an Einflüssen also, die Georgios Marinos auf der ganzen Welt aufgesammelt hat. Am 6. Januar hat er zusammen mit Sabine Aeschbacher den «Durstigen» wieder eröffnet, nachdem das Restaurant während mehrerer Monate geschlossen war. «Meine Küche ist vor allem eines: kreativ», sagt der 39-Jährige, der auf der Insel Kos aufgewachsen ist und, wie er sagt, auf eine 30-jährige Erfahrung im Gastro-Bereich zurückblickt. Zuvor hat er unter anderem den mexikanischen Hauslieferdienst «El Zorro Mex» in Solothurn betrieben und in Australien und Deutschland gearbeitet.

Kürzlich total renoviert

Auf den «Durstigen Wanderer» ist Marinos in einer Ausschreibung im Internet aufmerksam geworden. Der Feldbrunner Gemeindepräsident Rolf Studer freut sich, dass das Restaurant, das der Gemeinde gehört, wieder geöffnet ist. Es hätten sich zwar mehrere Interessenten gemeldet, jedoch hätten die meisten einzelne Punkte bemängelt. «Dabei ist die Infrastruktur modern. Das Restaurant wurde kürzlich total renoviert.»

1,3 Millionen Franken hat die Gemeinde in die Erneuerung des Gebäudes - inklusive Dorfplatz - gesteckt. Zeitweise sah es so aus, als ob man sich endgültig vom «Durstigen Wanderer» trennen müsste. Dieses Szenario konnte nun fürs

Erste abgewendet werden.

Von 9 Uhr morgens bis spätabends will das Duo Marinos/Aeschbacher das Restaurant öffnen - und dies ohne Ruhetag. «Ich bin ein etwas verrückter Kerl», sagt Marinos denn auch. Seine Mission sei es, die Gäste mit exquisiten Menüs zu moderaten Preisen glücklich zu machen. «Und wenn jemand nicht zufrieden ist», sagt Marinos, «kriegt er von mir das Geld zurück.»