Der Staatsbeitrag zur Fusion wird auf der Grundlage der kantonalen Bevölkerungsstatistik geleistet. Massgebend sind die Zahlen, die am 31. Dezember des dem Fusionsbeschluss an der Urne vorangehenden Jahres ermittelt wurden. Der Beschluss in der neuen Gemeinde Drei Höfe erfolgte am 11. März 2012. Am 31. Dezember 2011 betrugen die Einwohnerzahlen in Heinrichswil-Winistorf 530 und in Hersiwil 190.

Da der Kanton pro Einwohner 100 Franken spricht, wird der neuen Gemeinde Drei Höfe 103 000 Franken zugesprochen. Der Betrag setzt sich zusammen aus 53 000 Franken für Heinrichswil-Winistorf und dem Mindestbetrag von 50 000 Franken für Hersiwil. Zusätzlich bekommen strukturell schwache Gemeinden einen Förderbeitrag. Der Förderbeitrag beträgt wiederum 100 Franken pro Einwohner, der multipliziert wird mit einem Faktor aufgrund eines Strukturstärkeindexes. Der Multiplikator beträgt bei Heinrichswil-Winistorf 3 und bei Hersiwil 2, womit der zusätzliche Betrag 159 000 sowie 38 000 Franken beträgt.

Pauschalbeitrag an Projektkosten

Weiter zahlt der Kanton einen Pauschalbeitrag zu den Projektkosten in der Höhe von 30 000 Franken. Das ergibt ein Hochzeitsgeschenk für Drei Höfe im Betrag von 330 000 Franken, was rund 10 Prozent des jährlichen Gemeindehaushaltes entspricht. «Das ist natürlich ein wichtiger Teil des Ganzen», kommentiert Thomas Fischer Gemeindepräsident Drei Höfe. Man dürfe aber die Aufwendungen, die die Vorbereitungsarbeiten zu einer Fusion und danach die Umsetzungskosten mit beispielsweise neuen Ortsschildern und neuen Reglementarien mit sich bringt, nicht vergessen. Der Fusionsbeitrag ist bereits im Budget eingerechnet. Dieses weist schwarze Zahlen aus.

Kleiner ist das Geschenk für Lüsslingen-Nennigkofen. Hier wird nur der Fusionsbeitrag des Kantons gesprochen. Massgebend sind die Einwohnerzahlen vom 31. Dezember 2010, weil der Urnenbeschluss am 25. September 2011 erfolgte. Lüsslingen (516 Einwohnerinnen und Einwohner) sowie Nennigkofen (486) erhalten zusammen 101 600 Franken. Laut Gemeindepräsident Herbert Schluep ist der Betrag noch nicht im Budget enthalten und dürfte deshalb das prognostizierte Defizit von 375 000 Franken wesentlich verringern. «Ein wahres Geschenk», freut sich Schluep.