«Eigentlich lief alles reibungslos, nur benötigten wir mehr Zeit als erwartet», sagt Karina Schluep, Präsidentin des Wahlbüros von Buchegg auf Anfrage.

Tatsächlich benötigte Buchegg bei der Auswertung der Stimmzettel zur Abstimmung von allen Gemeinden im Kanton am längsten. Der Hauptgrund für die Verzögerung sieht die Wahlbüro-Präsidentin darin, dass ihr Team mit sechs Personen bei der hohen Stimmbeteiligung von rund 55 Prozent (rund 1100 auszuwertende Stimmzettel) etwas gar knapp besetzt war. «Vor der Fusion waren in den zehn Dörfern insgesamt 30 Wahlbüro-Helfer engagiert», sagt sie zum Vergleich.

Zudem habe sich durch die Fusion die Arbeit der Helfer verändert. Nun herrsche eine gewisse «Anonymität». Schluep erklärt: «Vor der Fusion kannten die Helfer die Stimmbürger meist persönlich, nun mussten wir die meisten Personen aber im Stimmregister nachschauen, das kostet ebenfalls viel Zeit.»

Im Nachgang zu den Wahlen müsse man jetzt darüber diskutieren, ob mehr Helfer bewilligt werden müssen. «Entweder so, oder wir müssen früher mit dem Zählen beginnen», sagt Schluep.

Seriös und sorgfältig

Auch in Solothurn gab Buchegg laut Schluep zu reden: «Sie waren nicht so zufrieden.» Die Resultate von Buchegg erreichten Solothurn nämlich etwa um 14.30 Uhr, wie Yolanda Studer, stellvertretende Staatsschreiberin des Kantons Solothurn, auf Anfrage sagt.

Sie relativiert aber: «Das ist nicht weiter schlimm, wir waren als Kanton immer noch im Mittelfeld», so Studer. Buchegg sei eine neu fusionierte Gemeinde, die ihre Erfahrungen machen müsse. Studer gibt zu, dass sie bereits um 14 Uhr fertig gewesen wären, sagt aber, dass es ihnen lieber sei, eine Gemeinde zähle seriös und sorgfältig, anstatt nur aufs Tempo zu schauen.

Brieflich im Ortsteil abstimmen

Nach wie vor war es den Einwohnern der fusionierten Gemeinde Buchegg möglich, brieflich in «ihrem» Dorf abzustimmen. Jeder Einwohner erhielt nämlich mit dem Stimmcouvert auch ein Infoschreiben, auf welchem angegeben war, wo, bei welcher Gemeinde, die Stimmcouverts abgegeben werden können.

Laut Schluep stimmten die meisten auf diesem Wege ab. «Nur gerade 55 Personen kamen an die Urne in Mühledorf.» Gezählt wurden die Stimmzettel übrigens dezentral in Mühledorf. «Am Sonntagmorgen wurden die Briefkästen in den verschiedenen Ortsteilen geleert und nach Mühledorf gebracht», so Schluep.(SBI)