Gerechnet wird mit einem Aufwand von 12,1 Mio. Franken. Die Vielzahl der Verpflichtungen liess aber auch in der 2. Lesung des Budgets kein ausgeglichenes Ergebnis entstehen, so sehr alle Ratsmitglieder unter der Leitung von Gemeindepräsidentin Verena Meyer und zum Traktandum Voranschlag mit Finanzressortchef Thomas Stutz gemeinsam darum bemüht waren.

Beatrice Wüthrich (KMU Treuhand AG) hatte alle Budget-Eingaben und zuvor schon beschlossenen Änderungen nach der ersten Lesung zur erneuten Entscheidung zusammengeführt. Der zuerst errechnete Aufwandüberschuss betrug 860 000 Franken, nachdem die Ratsmehrheit mit 6:4 auf die Stromverteuerung um 1 Rappen pro KWh als «versteckte Steuer» verzichtet hatte.

Diese Konzessionsabgabe im Umfang von rund 90 000 Franken hätte den durchschnittlichen Bucheggberger Haushalt jährlich nochmals um 45 bis 55 Franken belastet. Stattdessen entschied sich der Rat, den anvisierten Steuerfuss von 115 Prozent mit Stichentscheid der Gemeindepräsidentin auf 120 Prozent für nat. Personen anzuheben. Der Steueransatz für jur. P. wird in den nächsten Tagen bestimmt. Ausgeglichen wäre das Budget aber erst mit 130 Prozent.

Mit weiteren Ausgabenstreichungen, die alle sorgfältig diskutiert wurden, schrumpfte das Defizit auf 560 000 Franken. Damit sei die erste Haushaltsplanung für 2014 gar nicht so schlecht, hiess es. Wenn man nämlich die Voranschläge fürs laufende Jahr aller bisherigen 10 Partnergemeinden addiere, läge der gemeinsame Ausgabenüberschuss sogar bei 1,4 Mio. Franken. Investiert werden soll für rund 1.74 Mio. Franken, wobei Einigkeit darüber herrschte, dass dieses Volumen keinen «Freipass» bedeute, auch alles auszuführen. «Wir wollen hier Prioritäten setzen.»

Noch offen sind Erschliessungsvorhaben in Kyburg-Buchegg (Schleif, Husmatten mit netto 385 000.-), worüber laut Sabine Anderegg die ausserordentliche örtliche Gemeindeversammlung beschliessen wird. Wichtig zur Würdigung des gesamten Voranschlags bleibt die Unterstützung durch den Finanzausgleich, der inklusive Fusionsbeitrag 1,24 Mio. Franken beträgt. Das Budget wurde einstimmig zuhanden der Gemeindeversammlung verabschiedet.

Archivierung

Wenn eine neue Gemeinde entsteht, muss auch im Archiv alles seine Ordnung haben, denn zur übersichtlichen Lagerung aller kommunalen Daten und Dokumente besteht eine gesetzliche Pflicht. Aus benachbarten Fusionen wusste der Rat, dass eine Zusammenführung und Neuordnung der einzelnen kommunalen Archive leider «eine teure Angelegenheit» und eben budgetwirksam sei.

Dennoch sprach man sich einvernehmlich gegen eine Zwischenlagerung aus und betraute nach Kenntnis von zwei Offerten die Firma Dokuteam (99 000 Franken) mit der Neu-Archivierung.