Warum wird die neue Aarefähre sicherer sein als ihre Vorgängerin, mit der nun keine Personen mehr befördert werden dürfen?

Andreas Kindlimann: Die neue Fähre, die in einer holländischen Werft gebaut wird, hat einen doppelten Boden. Damit ist die Schwimmfähigkeit besser als bei der alten Fähre. Dank des doppelten Bodens kann die Fähre zum Beispiel auch bei starkem Regen nicht volllaufen.

Die alte Fähre wiegt etwa 1,5 Tonnen. Wird das neue Boot schwerer werden?

Ja, wegen des doppelten Bodens wird die neue Fähre mehr Gewicht auf die Waage bringen. Konkret wird die neue Fähre wohl rund 4,5 Tonnen schwerer werden als ihre Vorgängerin.

Wird die neue Fähre dank ihres höheren Gewichts auch eine bessere Tragkraft aufweisen?

Ja, sie wird voraussichtlich auch mehr Gewicht tragen können. Ziel ist es, dass sie einen Traktor mit Anhänger oder aber 60 Personen auf einmal transportieren kann. Sobald die Fähre in Holland fertig gebaut ist, wird sie in zwei Teilen in die Schweiz transportiert, hier zusammengebaut und zum ersten Mal in die Aare eingewassert. Meine Aufgabe wird es dann sein, deren Stabilität und Struktur zu prüfen.

Sie waren schon in zahlreichen Schiffbau-Projekten involviert. Ist die Aarefähre ein Unikum?

In der Personen- und Transportschifffahrt ist jedes Schiff eine Einzelanfertigung.