Franz Fischer hat auf dieses Datum hin auch eine gleichnamige Facebook-Gruppe gegründet, wie der 52-Jährige auf Anfrage erklärt. Der Gruppe gehören mittlerweile bereits 242 Mitglieder an. Die Idee, ein Komitee zu gründen, stammt von Brigitte Christ, 38-jährig Hausfrau und Mutter von zwei Kindern.

Zum Start der Gründung organisierte das Komitee am vergangenen Samstag eine Standaktion vor dem Café Bistro in Egerkingen. Ziel war es, die Petition, welche durch Brigitte Christ lanciert wurde, voranzutreiben und der Bevölkerung zu zeigen, dass das Komitee für ein Egerkingen ohne Asylzentrum einsteht, damit die Fridau einer anderen, langfristigen Nutzung zugeführt werden kann, so Fischer.

Fridau im Naherholungsgebiet

Beim Kontakt mit der Bevölkerung seien vor allem die Ängste und Befürchtungen zum Vorschein gekommen, die mit jenen des Komitees übereinstimmen: «Die Angst vor steigender Kriminalität, Abbau unserer Wohnqualität und Verlust unseres Naherholungsgebietes. Wir sind der Meinung diese Ängste sind absolut begründet», finden Brigitte Christ und Franz Fischer und verweisen auf die negativen Schlagzeilen aus dem Umfeld der Asylunterkunft in Solothurn. Sie nennen Sachbeschädigungen, Drogenmissbrauch und nicht zuletzt Gewaltausbrüche untereinander oder gegen Passanten.

Gerade Letzteres macht dem Komitee Sorgen, zumal sich die Fridau in einem beliebten Naherholungsgebiet befindet. Für Jogger, Biker und Spaziergänger, welche dort ihrem Hobby frönten, könnte es problematisch werden, wenn auf dem Berg ein Asylzentrum eingerichtet werde. Frauen hätten die Angst geäussert, dass sie sich danach in dieser Gegend nicht mehr gefahrlos bewegen könnten.

Bei der Standaktion alleine seien über 200 Unterschriften für die Petition zusammengekommen. Dazu kämen mindestens noch weitere 300 Unterschriften, die anderweitig gesammelt worden seien. (eva)