Lommiswil

Natelantenne in Lommiswil kann gebaut werden

Die Bauprofle stehen immer noch: 14 Meter hoch wird die Natelantenne.

Die Bauprofle stehen immer noch: 14 Meter hoch wird die Natelantenne.

Im vierten Anlauf hat es geklappt: Die Orange Communication SA kann die Natelantenne an der Hauptstrasse 3 in Lommiswil bauen. Die privaten Einsprecher akzeptieren das Urteil des Verwaltungsgerichts.

«Wir werden die Baubewilligung erteilen.» Für Meinrad Engesser, Präsident der Bau-, Planungs- und Werkkommission Lommiswil ist der Fall klar. Im April 2010 hatte die Orange Communications SA ein Baugesuch für den Neubau einer Mobilfunkantennenanlage auf der Liegenschaft Hauptstrasse 3 eingereicht. 30 Einsprachen gingen gegen das Gesuch ein, die aber alle abgewiesen wurden.

Im November 2010 wurde die Baubewilligung erteilt. Da drei Parteien Beschwerde erhoben und diese erst Ende Mai vom Verwaltungsgericht abgelehnt wurde, konnte Orange bis jetzt nicht bauen. Auf einen Weiterzug des Entscheides des Verwaltungsgerichtes beim Bundesgericht wurde nun verzichtet, wie auf Anfrage zu erfahren war.

Zonenreglement geändert

Lommiswil ist bis jetzt antennenfrei. Die Lommiswiler kämpfen bereits seit rund zehn Jahren gegen den Bau einer Antenne. Dabei hat die Gemeinde durchaus auch Pionierarbeit geleistet. Als eine der ersten Gemeinden hat Lommiswil nämlich das Zonenreglement angepasst und versuchte via Zonenvorschriften den Bau von Natelantennen in der Kernzone zu verhindern. «Wenn wir es positiv formulieren, dann können wir sagen, dass wir den Bau einer über 20 Meter hohen Antenne mitten im Dorf verhindern konnten», so Engesser. Das Negative sei aber, dass die Antenne nun doch komme. «Die Technologien haben sich natürlich in der Zwischenzeit auch verändert. Die Antennen müssen nicht mehr gleich hoch sein. Die 14 Meter, die an der Hauptstrasse geplant sind, reichen Orange.»

«Wir können nicht genau sagen, wann wir die Antenne bauen.» Mediensprecherin Therese Wenger erklärt, dass Orange zuerst die Situation analysieren werde. «Das Verfahren für den Bau dieser Antenne dauerte alles in allem rund zehn Jahre», so Wenger. In dieser Zeit habe Orange zwar in Lommiswil nicht gebaut, aber rund um das Dorf herum. «Diese Antenne ist ein Paradebeispiel dafür, wie der Bau verzögert werden kann und was sich daraus für Folgen für die Nachbarn ergeben.» Statt eine Antenne zu bauen, seien jetzt vermutlich mehrere gebaut worden - obwohl eine gereicht hätte.

Im vierten Anlauf hat es nun geklappt mit der Baubewilligung. Tatsächlich waren im Verlauf der Jahre mehrere Standorte im Gespräch. Eine Idee, die hohe Wellen schlug, war die Idee des Baus der Antenne auf dem Grund der Eisenbahn (BLS), beim so genannten «Tunneli». Das Bau- und Justizdepartement gab damals grünes Licht, aber das Verwaltungsgericht nicht, weil der Standort nicht in der Bauzone lag.

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