Lüsslingen-Nennigkofen

Nach Pferde-Unfall: Neuer Zaun soll Schüler besser schützen

Unter diesem Zaun kroch der Junge hindurch, um den Ball auf der Weide zurückzuholen.

Unter diesem Zaun kroch der Junge hindurch, um den Ball auf der Weide zurückzuholen.

Vor drei Wochen wurde ein Primarschüler in Lüsslingen-Nennigkofen von einem Pferd schwer verletzt, als er einen Fussball von einer Weide holen wollte. Nun will der Gemeinderat zwischen Pausenplatz und Pferdeweide einen besseren Zaun errichten lassen.

Der Unfall eines Schulkindes vor rund drei Wochen hat weitherum für Erschütterung gesorgt. Beim Pausenfussball rollte der Ball auf die nahe Pferdeweide. Ein Junge kroch unter dem Zaun durch, um den Ball zurückzuholen. Das dadurch erschreckte Pferd schlug aus und verletzte den Zehnjährigen schwer. Laut Gemeindepräsident Herbert Schluep befindet er sich inzwischen auf dem Weg der Besserung.

Schulleiter Christoph Felber hatte nun beim Rat den Antrag auf eine schnelle Sicherungsmassnahme gestellt, damit fliegende Bälle zurückgehalten werden. In seiner Diskussion sprach der Rat alle Möglichkeiten in Form von Zäunen an, wies aber auch darauf hin, dass selbst damit nicht alle Gefahrenquellen eliminiert werden könnten. «Wir müssen unsere Kinder sensibilisieren», lautete der Grundtenor. Um die Situation am Schulhaus Lüsslingen zu entschärfen, entschied sich der Rat für die sofortige Errichtung eines temporären, netzartigen Zauns.

Schwarze Zahlen in der Rechnung

In der zweiten Lesung der Gemeinderechnung liess sich der Rat durch Finanzverwalterin Beatrice Marti und RPK-Präsident Daniel Wyss über das Ergebnis mit einem Ertragsüberschuss von rund 244 000 Franken informieren. Der Gesamtaufwand beträgt 5,13 Mio. Franken, diesem steht ein Ertrag von 5,37 Mio. Franken gegenüber.

Wegen des guten Resultats, zu dem auch der kantonale Fusionsbeitrag von 101 600 Franken und der Finanzausgleich mit 117 600 Franken beitrugen, erfolgten neben den ordentlichen Abschreibungen weitere Abschreibungen – teilweise bis zu 20 Prozent – in der Höhe von 192 000 Franken. Diese betreffen gemäss Finanzverwaltung die Ausgaben für die Ortsplanung, für die EDV und für Gemeindestrassen. «Die Abschreibungen wollen wir in guten Jahren machen, um allzu grosse Schwankungen im Jahresergebnis zu vermeiden», bekräftigte Daniel Wyss. «Wir sind sehr zufrieden, dass Steuereinnahmen in der Höhe von 3,6 Millionen Franken und ein Landverkauf dieses erfreuliche Ergebnis ermöglicht haben», dankte Gemeindepräsident Herbert Schluep allen an «dieser Knochenarbeit» Beteiligten.

Denn bekanntlich ist die finanzielle Lage nach einer Gemeindefusion schwieriger einzuschätzen. Für gefährdete Steuerguthaben beispielsweise wurden 108 000 Franken zurückgestellt. Wesentliche Verschiebungen gegenüber dem Budget sind nicht zu erkennen. An der Gemeindeversammlung könnten die Fusionsüberstunden der Verwaltung für Fragen sorgen – diese sind mit einem Nachkredit von 251 000 Franken verbucht. «Wir wollen unserem Personal mit zusätzlichen Ferientagen einen Ausgleich bieten», sagte Schluep. Die Investitionsrechnung schliesst ausgeglichen mit 1,27 Mio. Franken.

Speicher wird saniert

Eigentlich sollte das alte hölzerne Gebäude, dem Wind und Wetter zugesetzt haben, abgerissen werden. Doch nach dem Urteil der Denkmalpflege ist der Speicher beim Alterssitz zwingend zu erhalten. Der Rat stand nun vor der Entscheidung, das Häuschen nur notfallmässig zu reparieren oder eine Sanierung durchzuführen. An deren Kosten von rund 64 000 Franken beteiligt sich die Denkmalpflege zur Hälfte. Mehrheitlich rang sich der Rat zur Sanierungslösung durch.

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