Nuglar

Nach langem Hin und Her: Der Standort des neuen Werkhofes steht fest

Hier soll gebaut werden.

Hier soll gebaut werden.

Mit grossen Mehr stimmte die Gemeindeversammlung dem Standort am Zacherweg für den neuen Werkhof, die Wertstoffsammelstelle und das Feuerwehrmagazin zu. Voraus ging ein langer Streit.

Gemeindepräsident Daniel Baumann war am Ende sichtlich erleichtert. Der von der ausserordentlichen Gemeindeversammlung mit einem überwältigen Mehr bestätigte Standort am Zacherweg bedeute «einen Meilenstein» für Nuglar-St.Pantaleon, der Solothurner Gemeinde an der Grenze zu Liestal.

Die Bedeutung des Entscheids zeigte sich schon an der Anzahl stimmberechtigter Personen im Militärgebäude Orismühle. Fast zehn Prozent der knapp 1500 Einwohnerinnen und Einwohner nahmen an der Versammlung teil, nur zwölf von ihnen stimmten gegen den Investitionskredit von 290'000 Franken.

Dem nun gefassten Standortentscheid ging ein jahrelanges Hin und Her voraus. Der vom Gemeinderat zuerst favorisierte Standort am Säuler am Ortseingang geriet in die Kritik. Eine Interessensgemeinschaft sammelte dagegen 400 Unterschriften. Daraufhin rief der Gemeinderat eine Begleitgruppe ins Leben, die drei Standorte ins Auge fasste, wovon sich das Areal am Zacherweg als optimale Kompromisslösung herauskristallisierte.

Geplanter Standort für den neuen Werkhof (Fläche in Magenta), die Wertstoffsammelstelle und das Feuerwehrmagazin in Nuglar.

Geplanter Standort für den neuen Werkhof (Fläche in Magenta), die Wertstoffsammelstelle und das Feuerwehrmagazin in Nuglar.

Die Grundeigentümer der rund 5000 Quadratmeter grossen Fläche waren mit dem Verkauf einverstanden, auch wenn bis dahin gemäss Gemeindepräsident Baumann «komplexe und intensive» Verhandlungen nötig waren. Die Investition von 290'000 Franken, die sich aus 230'000 Franken für den Landerwerb, 40'000 Franken für den Flächenabtausch einer nicht mehr benötigten Fläche im Säuler und 20'000 Franken unter anderem für Notariats- und Grundbuchkosten zusammensetzt, bezeichnete Baumann als «fair».

Bis der Landkauf vollzogen werden kann, braucht Nuglar-St. Panthaleon noch das Einverständnis der Solothurner Kantonsregierung für eine Umzonung. Diese soll im Herbst 2021 kommen. Denn aktuell wird auf grossen Teilen des Grundstücks Landwirtschaft betrieben. 3000 der insgesamt 5000 Quadratmeter sollen überbaut werden. Die Restfläche bleibt grün.

Bau selber kostet vier Millionen Franken

Nur gerade drei Fragen tauchten während der Beratung auf. Wie teuer schlussendlich die Baukosten würden, ob auch gleich die Gemeindeverwaltung von der Schulanlage an den Zacherweg zügeln würde und ob es ein Verkehrskonzept gebe. Der Gemeinderat rechne mit Baukosten von rund 4 Millionen Franken, erklärte Daniel Baumann.

Für das Feuerwehrmagazin hat die Gemeinde noch einen Zustupf des Kantons zugute. Der Gemeinderat ist überzeugt und guter Hoffnung, dass die Investitionen ohne Steuererhöhung getätigt werden können. Stand jetzt sei nicht geplant, dass die Gemeindeverwaltung von der Schulanlage an den Zacherweg zügeln soll.

Die Erreichbarkeit des Werkhofs, der Wertstoffsammelstelle und des Feuerwehrmagazins sei von zwei Seiten her gegeben. Mit der Zusammenführung von Werkhof und Feuerwehrmagazin können gemäss Gemeinderat Synergien genutzt werden, in dem unter anderem Fläche gespart und gewisse Teile der Infrastruktur gemeinsam genutzt werden.

Dass der aktuell über mehrere Standorte verteilte Werkhof einen zentralen Standort und die Feuerwehr mehr Platz braucht, war schon immer unbestritten. Nur die Standortfrage sorgte während Monaten und Jahren für hitzige Diskussionen. In den Erläuterungen zum Geschäft versichert der Gemeinderat, dass die Wertstoffsammelstelle im Ortsteil St. Pantaleon trotz des Neubaus in Nuglar bestehen bleiben soll.

Der Gemeinderat hofft, dass die Bauarbeiten 2022 beginnen können. Für die Baukosten braucht es aber wiederum die Zustimmung der Gemeindeversammlung.

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