Langendorf

Nach der Pensionskasse-Abstimmung bessere Zahlen

Langendorf muss für seine Angestellten, die der kantonalen Pensionskasse angeschlossen sind, einen Beitrag an die Ausfinanzierung leisten.

Langendorf muss für seine Angestellten, die der kantonalen Pensionskasse angeschlossen sind, einen Beitrag an die Ausfinanzierung leisten.

Die Gemeinde Langendorf muss nur zirka 750000 statt 1,16 Mio. Franken an die Ausfinanzierung der Pensionskasse zahlen.

Für Diskussionen sorgte die Ausfinanzierung der Pensionskasse. Durch die Abstimmung vom 28. September kann die Rückstellung von 1,16 Millionen Franken zur Ausfinanzierung aufgelöst werden. Neu müssen von diesem Betrag noch ungefähr 750 000 Franken für die Pensionskasse aufgewendet werden. Dies weil neben der Lehrerschaft, für welche bei der Ausfinanzierung der Kanton aufkommt, auch die Gemeindeangestellten bei der kantonalen Pensionskasse versichert sind. Die genaue Summe wird die Pensionskasse der Gemeinde in einem Schreiben bekannt geben. Dadurch wird das Budget 2015 um 410 000 Franken entlastet. Kohl weist jedoch auf die Einmaligkeit dieses Betrags hin, und dass jede Idee zu Sparmassnahmen im Gemeinderat willkommen sei: «Wir müssen Kosten einsparen oder neue Einnahmequellen finden», erklärt er.

Der Gemeinderat beschloss trotz Gegenantrag der Finanzkommission (Fiko) die Summe von 750 000 Franken im Budget als Aufwand anzurechnen. Dies, weil es dem Rat unter anderem mehr Handlungsspielraum gebe und die Summe nicht noch der Gemeindeversammlung vorgelegt werden müsse. Zudem sei es sinnvoller, die Ausfinanzierung so schnell wie möglich hinter sich zu lassen und auch den ganzen Betrag auf einmal zu bezahlen, da man ansonsten noch für den Zins aufkommen müsse. Und: Wäre die Ausfinanzierung vom Tisch, könne man sich auch überlegen, die Pensionskasse zu wechseln. Die Fiko kritisierte zudem, dass der zu zahlende Betrag noch nicht klar definiert werden kann.

Geringer Aufwandüberschuss

Der Aufwandüberschuss für den Voranschlag des Budgets 2015 beträgt nach neusten Rechnungen nur noch rund 56 000 Franken. Die Fiko hat den Budgetvoranschlag besprochen und dem Gemeinderat mehrere Anträge eingereicht. Unter anderem forderte die Fiko, beim baulichen Unterhalt der Schulanlagen den Betrag von 62 000 Franken beizubehalten, der auch im Budget 2014 verwendet wurde. «Wenn es nötig wird, kann der Gemeinderat immer noch über weitere Aufwände befinden», argumentierte Fiko-Präsident Rolf Truninger.

Doch der Gemeinderat sprach sich mehrheitlich für die neu gewählte Summe von 96 000 Franken aus. Gemeindepräsident Hans-Peter Berger argumentierte, dass die Summe auf mehrere Jahre bei 80 000 Franken angesetzt gewesen sei und der auf 62 000 Franken gekürzte Betrag oft nicht ausgereicht habe. Gemeindeverwalter Kurt Kohl fügte zudem hinzu, dass nun der Zeitpunkt gekommen sei zu handeln. Kohl: «So können wir dem nötigen Unterhalt gerecht werden, ansonsten wird es sich irgendwann ansammeln.»

Hundesteuer wird erhöht

Die Hundesteuer soll um zwanzig Franken erhöht werden, dies beschloss der Rat einstimmig; nun muss dieser Entscheid noch von der Gemeindeversammlung verabschiedet werden. Die Erhöhung ist nötig, da der Kanton künftig von der Gemeinde ebenfalls
20 Franken mehr pro Marke verlangen wird. Berger bedauert die nötige Erhöhung, da bereits vor wenigen Jahren die Steuer von 60 auf 100 Franken gesetzt worden ist.

In einem weiteren Antrag bat die Fiko, das Umweltprojekt Blumenwiese einzustellen, da sie darin einen Widerspruch zu den allgemeinen Sparbemühungen sähe. Gemeinderätin Gisela Schultis stellte das dreiphasige Projekt der Wiese vor, das zu mehr Biodiversität führen solle. Der Gemeinderat beschloss, sich zunächst die Offerte genauer anzusehen und über das Projekt an der nächsten Sitzung zu befinden.

Inva Mobil erhält Beitrag

Der Gemeinderat beschloss, Inva Mobil wieder in die laufende Rechnung aufzunehmen. Ausserdem wird sich die Gemeinde beim Projekt der Spiel- und Begegnungszone Ischimatt mit 40 000 Franken beteiligen. Der Nachtragskredit der Elektronetzsanierung wird bewilligt und soll noch dem Budget angerechnet werden, worüber die nächste Gemeindeversammlung befinden wird.

Für den baulichen Unterhalt inklusive der Fusswege berechnete der Gemeinderat 80 000 Franken. Man versuche, die Sanierung der Pflastersteinwege in dieser Summe einzubeziehen. Durch kleinere Winterschäden beispielsweise würde dieser Betrag nicht völlig ausgeschöpft. Sollte im Jahr 2015 dennoch nicht die ganze Sanierung damit vorgenommen werden können, wird man diese im Budget 2016 einberechnen.

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